Bin ich über diesen Link gestolpert. Wie nett!

Um so erfreulicher, als der zuerst angedachte Artikel sehr melodramatisch angefangen hätte. (Überschrift. Satz mit X, dann der Anfang: Obwohl in dem Satz: “Mit großer Anstrengung unterdrückte sie die Tränen der Wut zurück” gar kein X vorkommt.) Die Melodramatik ist dem Umstand geschuldet, dass wir uns schon wieder dem Neumond nähern. Und vielleicht auch diesen vielen Kinder-Mutter-Reibereien heute. Kind eins schmeißt sich fast auf die Erde, weil ich BUTTER auf die Nudeln gemacht habe. (IMMER TUST DU BUTTER AUF DIE NUDELN!….Kurze heftige Erwiderung, dass IMMER das letzte Mal im August war. Dann ist du halt nix, ist mir auch egal. JETZT HAST DU MICH AUCH NOCH BELEIDIGT! (Wann fängt die Pubertät an? Unsere interne Abmachung besagt, dass ich die kleinen Kinder nehme, und David die Pubertierenden)). Das zweite kind schmeißt sich fast auf den Boden, weil Anika auf SEINER Seite aus dem Auto steigen muss. Kurze heftige Erwiderung, dass wir nur weil rechts und links von Anika schon jemand sitzt, wir keine Klappe ins Dach flexen. Und das dritte Kind schmeißt sich fast auf den Boden, weil es selber laufen muss. Mit drei. So eine Quälerei. Keine kurze heftige Erwiderung, nur noch stummes Ertragen. Danach war diese Verkettung von unglückliche Umständen fast zuviel. Es war so, dass wir letzte Woche im Krankenhaus waren für ein OP-Vorgespräch (Urologischer Routine-Eingriff, woll ihr mehr wissen?). Und die baten uns heute mit dem Anästesisten zu sprechen. Wir zur Info, der Herr schickt uns auf Station zwei a. Die ist Sternförmig aufgebaut, und nach dem ersten Sternzacken war der zweite der richtige. Keine Menschenseele dort. Wir geklopft, gewartet, geklopft, gewartet. Wieder runter zur Info.  Zwei Menschen vor mir, einer bezahlt sein Telefon, einer drängelt sich vor. Die zweite meldet sich an, die Anmeldung ist nicht besetzt. Sie hat eine Privatzusatzversicherung, aber die Karte gilt nur bis 30.01.2010. Zwanzig Minuten später!!!!!! sagt dieser fehlbesetzte Idiot Mann: Ja nee, da ist keiner mehr, die haben immer nur eine Stunde am Tag Sprechstunde. Das. Hätte. Er. Doch. Auch. Gleich. Sagen. Können. Oder?

hat der Pulli von Paul. Sherwood aus der Knitty. Aus brandneuer Wolle, so neu, dass NIEMAND bei ravelry damit schon was gestrickt hat. Keine Hilfe also von da.

Schon die Maschenprobe war nicht mein Freund. Ich habe mit vierer Nadeln gestrickt, angegeben war Nadelstärke 4,5 bis 5. Und das Ergebnis war- ein Lappen. Jetzt ist die Farbe nun auch gerade nicht das, was mir zu allererst in den Einaufskorb hüpfen würde. Obwohl ich sie an anderer Stelle durchaus bewundere. Und Paul hat sie sich ausgesucht. Noch weiter runtergehen mit der Nadelstärke wollte ich eigentlich nicht, mehr so aus Prinzip, und habe dann die Maschenprobe in den Trockner geschmissen. Brrrr. Und siehe da: traumhaft. kein Lappen mehr, sondern ein richtig schönes Strickstück. Weich, aber mit Griff.

Und dann habe ich nach unglaublicher Rechnerei (völliger Hubug, übrigens. Die Maße der Größenangaben stimmten nicht mit meinem Kind überein, ich hätte einen Pullover für Vierjährige gestrickt (also, wenn meine Maschenprobe so gewesen wäre, wie die angegebene). Und jetzt stricke ich einen Pullover für Sechs- bis Achtjährige. Wenn ich mir gar keine Gedanken gemacht hätte, hätte ich auch genau das getan!) Maschen angeschlagen. Dreimal. Dreimal war die Schnur zu kurz. Und beim vierten Mal habe ich in der Mitte des Knäuels angefangen, dann gings. Ich habe mich nur verzählt. Zweimal. Und dann hatte ich doch zwanzig Maschen zuviel. Oh Mann. Das Grundmuster ist 2 li, 2 re, 3 li, 2 re. Geht nicht gut. Nein. 180 Maschen auf der Rundstricknadel , weil er in Runden gestrickt wird. Ach ach, so schnell aber auch. Und so eine beschissene Haptik! Schön wird es ja erst, wenn der Pulli im Trockner war, jetzt ist es – ein Lappen.

naja, sein hellblaues, naja, sein fast weißes Band flattern durch die Lüfte. Und wenn man sehr. gut. aufpasst, kann man auch über den Winter schreiben, ohne zu schimpfen. Aber dann könnte ich nicht von dem begnadeten Räumfahrer erzählen, der heute ausnahmsweise nicht den Schnee nach unten in den Wendehammer geschoben hat, sondern hoch ins Dorf. Er hat auch die Schaufel tiefer gestellt, so dass nix mehr ist mit Schlittenfahren (50 cm Schnee und kein Schlittenfahren!) und hat das, was an Schnee vor ihm lag in die frisch geschippten Einfahrten geschoben.

So. Nun aber positiv. Jeden Tag Workout. Jede Menge Nachbarn auf der Straße. Alle  zum Schwätzchen bereit. Schneefrei für Anika. Und die Sat-Schüssel, die gestern atmosphärische Störungen (also zu viel Schnee) hatte, läuft auch wieder. Die Straßen sind wieder frei (Echt erleichternd. Gestern habe ich mich nicht mal zwei Meter von zu Hause im Schnee festgefahren. Wir konnten zum Glück zu Fuß nach Hause laufen ;-) )

In diesem Sinne:

schaue ich aus dem Fenster und warte darauf, dass Schnee von oben fällt. Und dann fällt mir plötzlich auf, dass es schon länger von links nach rechts schneit.

Ich bin ein bißchen aufgeregt. Ich habe mich für die Nummer Neun entschieden! Meine restliche Familie hätte alle und jeden genommen. “Kuck mal, der leckt an meiner Hose.” Kuck mal, der ist so weich!” Kuck mal, der will mit mir spielen!”

Soooooo sieht er aus:

Neun heißt nicht, dass er der Jüngste ist, sondern ist mehr so seine ID.

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Hat noch jemand einen Vorschlag für einen Namen? Er sollte Größe ausdrücken und Sanftmut. Ich war ja für Hannibal. “Nein” Oder Mozart. “Nein”. Oder Dumbledore. “Nein”. Anika ist fü Fiffi. “Nein”. Fiete ist für Taxi. “Nein” von Anika.  Benno, Benni und Bello fallen leider aus, weil der Nachbarshund so heißt, und es reicht wenn einer kommt, wenn ich rufe.

Die Hundchen waren ja bei Paderborn, und da lag echt viel Schnee. Also für deren Verhältnisse. Geschlossene Schneedecke von fast fünf Zentimetern.

Und wir fahren und fahren und fahren nach Hause, und der Schnee wird und wird nicht mehr. Bis Hachen. Und dann kommt Enkhausen, die hatten etwa so viel wie in Uslar. Und hier? Naja. David hat ja am Freitag den ganzen Hof geschippt “Damit wir am Sonntag wenigstens parken können und nicht noch stundenlang schieben müssen.” Ich hatte geschwiegen und innerlich gegrinst. Tja. Mein kleiner Wetterprophet. Wir kamen NICHT auf den Hof und mussten erst mal eine dreiviertelstunde schieben und schaufeln, damit wir das Auto abstellen konnten.

Und was macht es jetzt? Es schneit.

Das ist genau so viel, dass es oben in meinen Stiefel kommt.

Schnee. Freie Hauptstraßen und im Dorf für das Schlittentaxi festgefahrene Schneedecke. Heut morgen ein Sonnenaufgang, der mich die Kamera suchen ließ. Als ich sie hatte, war die Sonne wieder weg.

Gerade nochmal “Original Swedish Gingerbread Holiday Hearts” und Espresso bei Anikas Hausaufgaben. Sehr schön.

Obwohl: Statt in der Küche auf der Terasse sitzen, und statt Lebkuchenherzen frischer Erdbeerkuchen, und Sonne statt Kamin……Seufz.

Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören, hörst du Winter!

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Ich bin fast fertig:

Angezogen gibt es ihn life am Wochenende. Ich würde ja sagen, Fotos kommen noch, aber ich kenn mich ja auch schon etwas länger. Fotos kommen wohl eher keine mehr.

Ich bin allerdings beeindruckt, wie komplex es ist, ein “Erwachsenen”-Stickteil zu stricken. Es ist ja mit Mustersuche und Nachstricken nicht getan. Die Wolle muss zum Muster passen, aber auch zu Träger. Die Größe muss gewählt und angepasst werden, was neben mathematischem Können auch realistische Selbsteinschätzung erfordert. Jetzt endlich verstehe ich, warum  es wenige Frauen mit gutaussehenden selbstgestrickten Oberteilen gibt. Es ist nämlich richtig schwer. Ich hätte es ahnen können. Selber kaufen ist ja schon nicht hundertprozentig sicher, aber bei selber stricken ist die Trefferquote ja noch viel niedriger.

Ich habe meinen Samus zusammengenäht! Juchu! So mit Ärmelkugel und allem. Und ich glaube, er passt! Und jetzt, jetzt wird noch letzte Hand angelegt, indem ich die Kanten mit I-cord (sprich: Ei-Kord) umstricke. Wißt ihr, wofür  das I steht? Idiot. Ehrlich. Es handelt sich um eine gestrickte Nudel, so wie sie aus Stricklieseln kommt. Und ich weiß, warum man das I-cord nennt. Das nimmt und nimmt kein Ende, und ist wirklich eine Arbeit für Dumme.

Was auch immer ich mir als nächstes stricke, ich suche nach dem Stichwort “minimal finishing” oder nach “no finishing”.

Wobei: ich habe schon Wolle bestellt. Für Paul.

Er fand ja den Knitty-Link nicht so toll. Da haben wir noch mal bei ravelry geschaut und haben: Sherwood gefunden ;-)

Etwas gespürt, was ich schon lange nicht mehr gespürt habe.

Energie.

Gerade. Das Archiv von Herzdamengeschichten. Köstlich.

Jetzt hatte ich alles außer Bronchitis, was man so im Winter kriegen kann. Aber darüber schweige. damit es nicht heißt, ich hät’s hergewünscht.

Immerhin auch Blut abgenommen und Aufbaukost gekriegt, weil so geht das ja nicht. In zwei Tagen wieder hin.