Es geht los, juchuu.

Das ganze Internet näht sich ein Weihnachtskleid, und ich auch!

Im letzen Jahr habe ich mir unter großen -sehr großen- Mühen ein Swing-Dress genäht. Und nach Weihnachten genau einmal getragen. Und mich nicht wohl genug gefühlt, um es noch einmal anzuziehen.

Ich finde, man sieht es mir auch an.

WKSA Finales finale

Daraus folgere ich in diesem Jahr, dass ich ein alltagstaugliches Kleid nähen will. Aus einem erprobten Schnitt. Denn ebenso, wie der (das?) Sew-Along für mich ein bißchen überaschend kam, obwohl ich den Kalender lesen kann, und ich Last Christmas auch schon im Auto gehört habe (von CD), ebenso überaschend kam die Einladung zur Firmen-Weihnachtsfeier. Also nähen ich mir Vogue 8379:

MMM04.06.2014

Geplant ist eine grüne Version. Der Stoff ist allerdings noch zu bestellen.

Und sollte ich mich arg langweilen im Advent ( hört ihr mich hysterisch kichern?), dann will ich noch Dahlia von Colette. Auch in Grün. Ich habe nur bislang keinen Schnitt von Colette genäht, der ohne Änderungen passt -im Moment verzweifle ich ein bisschen an Jasmine- also gehe ich davon aus, dass ich mindestens ein Probemodell brauche. Genug zu tun also.

Ein klitzkleines Problemchen gäbe es allerdings noch. Je länger ich über Kleider nachdenke und je länger ich mir andere Ideen anschaue, desto weniger weiß ich was ich will.

Beim Memademittwoch gibt es die anderen Gedanken zu Weihnachtskleidern.

Es ist so toll, dass es dieses Sew-Along gibt. Danke!!

 

Zwei Bloggerinnen, die ich gerne lese, haben jetzt einen Garten.

Herr Buddenbohm backt, und seine Frau, die Herzdame auch (dieses Kleid!)

Wie ist es, alt zu sein? (via Nessy)

Ich habe gestern erst festgestellt, dass nicht ich das Problem bin bei hochrutschenden Pullovern.(via Anke Groeners getwitter)Gestern ging der Link noch, probierts halt mal aus. Schuld sind die anderen!

Vielleicht stellt sich ja  auch mal heraus, dass das Prinzip Spagetti-Trägertop und lange Pyjamahose als Schlafanzug  wiedersinnig ist. Ich meine, meine Beine sind im allgemeinen unter der Bettdecke, meine Schultern jedoch nicht.

Tag ein Tag aus spielt mir das Radio Element of Crime vor. Morgens auf WDR 2, mittags auf WDR 5. Und was soll ich sagen: Man gewöhnt sich dran. ” Die E-Mais und die Kurznachrichten kannst du….dahin tun, wo ….die Meetings und die SkypeKontakte ruhn…..”

Lieblingsfarben und Tiere

Via Vorspeisenplatte landete ich auf Sekundenschaf. Sehr schön.

Und durch Coletterie kam ich auf den Nife-Blog (Englisch). Eine schöne Art, über Minimalismus zu lesen. Dort habe ich am sonntag Nachmittag einige Zeit verbracht.

Woch ich den nächsten Link gelesen habe, weiß ich nicht mehr, dass er aber einen bleibenden Ohrwurm enthält, habe ich bemerkt.

Privatglück (hier der erwähnte Rettich)

Bei Herrn Buddenbohm gab es Nachrichten über die Antarktis, und dazu passt ein Wetterbericht aus dem Jahre 205o (via wdr).

Na warte. Gleich hab ich dich!

Nur knapp nach dem Finale ist jetzt meine Frühlings-Knit-Along-Jacke fertig.

Ich trage sie heute das erste Mal, und erstaunlicher- und empörenderweise hat keiner meiner zwei Kollegen gesagt: Oh, was für eine außergewöhnlich hübsche Strickjacke. Und die Kinder nicht, und die Kassiererin im Netto auch nicht.

Vielleicht sind meine Erwartungen ein bißchen hoch.

Hier ist die Diva Dame.

FJKA fertig 3

Und wahrhaft kunstvoll gekinpst von hinten:

FJKA fertig 4

Ich bin zufrieden.

Viele schöne Kleider und auch ein paar Strickjäckchen gibt es endlich wieder beim MeMadeMittwoch.

Einen herzlichen Dank für diese schöne Plattform!

Die-den-Me-Made-Mittwoch-Aktionen-immer-alles-nachmachen-will.

Im letzten Herbst gab es ein Kostün-Sew-Along beim Me Made Mittwoch. Und ein Kostüm, das ist ja klar, das brauch ich ja wirklich nicht. Echt nicht. Ich brauche höchstens einen Rock. Und eine Hose. Und eine passende Jacke weil mir immer so kalt wird am Rechner. Aber sonst…

Im Frühjahr gab es ein Untendrunter-Sew-Along. Aber ein Unterkleid brauche ich ja überhaupt nicht, ich habe ja schließlich schon einen Unterrock. Also nur eins  für die Jerseykleider. Ja. Und Unterhemden. Und Unterhosen. Aber sonst…

Im Sommer gab es ein Dirndl-Sew Along. Dirndl, so ein Quatsch! (Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich schätze Dirndl sehr, aber in Südwestfalen ist das kein Kleidungsstück, mit dem man n i c h t auffällt). Ganz selbstverständlich werde ich mir kein Dirndl nähen. Allerhöchsten vielleicht einen Rock und ein Mieder. Und eine Bluse. Aber sonst….

ERFOLGREICH

war der Urlaub, denn für unsere Verhältnisse war er sehr erholsam. Wir, also mein Mann und ich neigen dazu, bis zur völligen Erschöpfung Urlaubsdinge zu tun, um dann nach zwei Wochen völlig -eben- erschöpft zu sein. Fahrradfahren, Schwimmen gehen, Ausflüge machen, Bötchen fahren, so was halt, aber immer, bis es weh tut. (Der Umstand, dass wir drei liebreizende Kinder mitnehmen, unterstützt das noch). Aber in diesem Jahr: Nix. Wir waren in Holnis an der Ostsee auf dem Campingplatz im einem Wohnwagen. Zwei Wochen spiegelglattes Wasser (langweilig), kaum Wind (langweilig), Sonne pur (langweilig). Schön.

In der zweiten Woche weilte meine Schwester nebst Familie ebendort, und unterhielt uns und brachte Kajaks mit, damit die Langeweile nicht zur Erschöpfung führt.

Wir würden es ja wieder tun, aber, ganz ehrlich, das Wasser ist salzig, es weht doch immer Wind, und überall dieser Sand… ;-)

Durch geografische Gegebenheiten hatten wir kein Internet und keinen Handyempfang und keinen Fernseher. Die Kinder waren eigentlich immer weg oder woanders, und ich weitgehend allein mit meinem E-Book. Der Mann hatte den Wunsch, derweil rad zu fahren: bitte. Ich habe nicht mal gestrickt, denn dafür war es zu warm.

Hier ein Symbolbild aus dem letzten Jahr, das Holnisser Noor:

2013 07 08 Urlaub Ostsee und Hamburg (10338)

Und so habe ich jetzt einen freien Kopf, der sich langsam wieder mit Plänen füllen kann. Gut, dass ich mir zwei Röcke zerrissen habe, da ist wieder Platz im Schrank.

Mal notiert:

2 Hosen (dunkelbraun, natur)

2 Röcke (dunkelbraun, natur)

2 Blusen (hellgrün gemustert, creme mit bunten Punkten)

2 Tops (hellgrün, wild orange)

2 Strickjacken (hellgrün, braun?)

2 Jacken (dunkelbraun, natur?)

2 Kleider (dunkelbraun, hellgrün)

Da müsste doch alles zu allem passen, oder?

Dann  muss ich nur  den Rest fertig machen, das erste Teil ist schon fertig.

(Nein. Seufz. Es ist kein bißchen realistisch, diese Basisgarderobe fertig zu stellen, denn bis ich mit dem letzten Teil fertig bin, ist das erste verschlissen. Und außerdem kommt ja auch immer wieder was dazwischen. Hellrote Wollröcke zum Beispiel. Oder Badeanzüge oder so. Ein Jammer)

Also mich.

1. Wenn du bemerkst, dass das Werke nicht gelungen ist, ribbel es sofort so weit wie nötig auf und behebe den Mangel.

2. Wenn du zwei Mängel bemerkst, sei dir bewusst, dass du beide beheben wirst. Entweder sofort, oder ribbelst ein zweites Mal.

****

Es war ja so, dass das Frühlingsjäckchen nicht so saß wie es sollte. Also habe ich brav und sofort geribbelt, und gleich wieder weitergestrickt, damit es gar nicht erst zum liegen kommt.

Aber.

Ich wollte ja nur die beiden Vorderteile neu machen. Schlimm genug, der Sommerurlaub ist ja schon vorbei, und es ist doch ein Frühlingsjäckchen!

Und ich konnte und konnte mich nicht dazu aufraffen. Am Ende, das wußte ich, drohte die schwierige Entscheidung Ärmel länger oder nicht.

Ich glaube, diese Entscheidung war mehr Arbeit, als das Stricken, denn als am Wochenende Vater-Kind-Zelten war, und ich mit wahnsinnig viel Zeit und Ruhe alleine war, da habe ich mich für später fertig werden, aber dafür mit längeren Ärmeln entschieden.

Und seitdem sind wir beiden wieder gute Freunde und ich freue mich aufs Stricken heute abend!

****

3. Wenn du ein Strickwerk länger liegen ließest, dann leg Gesinnung in den Neuanfang.

****

In der Zwischenzeit habe ich, weil ich ja keine Lust mehr auf das Frühlingsjäckchen hatte, beherzt zum Winterjäckchen gegriffen, dass unterbrochen im Regal lag. Dar Rückenteil war fast fertig, da ist das Ende ja abzusehen. Und kaum ein ganzes Vorderteil später habe ich schon bemerkt, dass ich die vierer Stricknadeln  durch zweieinhalber ersetzt habe. Die Vierer sind ja im Frühlingsjäckchen! Wenn das mal nicht schnell war. (Allzu offensichtlich war es nicht, die Wolle gäbe beide Nadelstärken her)

 

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen.

Es ist Samstag, der Mann arbeitet, also schlafe ich zuerst einmal aus. Wenn der Mann frei hätte, würde er ganz leise ab sieben rumkramen, Licht anmachen, an den Rechner müssen, der an meinem Fußende steht, bis ich endlich um zehn nach sieben aufstehe. Aber er ist arbeiten und ich kann bis acht schlafen. Ein Kind will Wii spielen, darf aber erst nach dem Frühstück, also deckt es schon mal den Tisch. Ich fahre Brötchen holen, koche mir einen Kaffee und rufe zum Frühstück. Das Wii-Kind schafft immerhin ein halbes Brötchen, bevor es satt ist und aufstehen darf. Ich lese in Ruhe die Zeitung und trinke den Kaffee aus. Nachdem der Tisch abgeräumt ist, nähe ich einen Rock für den Urlaub ein Stückchen weiter. Ich kontrolliere Wii und Computerzeiten, und mache die erste Maschine Wäsche an.

Ein Kind klagt über Übelkeit. Ich biete an, eine Kotzschüssel beim Bruder zu holen, der sie heute Nacht hatte.  Und zwar benutzt und nicht ausgespült. Und ins Waschbecken gekotzt hat und nicht saubergemacht oder bescheid gesagt. Und ins Klo gekotzt und nicht saubergemacht oder bescheid gesagt. Dabei hatte er heute Nacht behauptet, es ginge ihm wieder richtig gut. Ich war nämlich schon mal oben zum saubermachen, nachdem  ich mit den Worten “Mutti, ich habe da ein Problem” in der Nacht geweckt worden bin. Da habe ich schon den Flur gewischt. Und -uäh- das Waschbecken saubergemacht. Haarsieb und Kinderkotze ist eine blöde Kombination.

Jetzt glänzt also das Bad wieder, und ein Kind schläft, und ich kann aufräumen und staubsaugen gehen.

Vier Räume gesaugt, drei gewischt, eine französische Naht genäht, Mittag gegessen, mit dem Hund gegangen.

Im Haushalt arbeite ich eher kleinteilig, also waschen, saugen, wischen, und wieder waschen, saugen, wischen. Ich muss ja immer wieder auf die Waschmaschine warten, oder dass der Boden trocknet, oder schauen, was das Internet so macht.

Wäsche aufgehangen, Läusekontrolle gemacht (ach,ach), Muffins angerührt.

Fertig gesaugt und gewischt, und beschlossen, den Kaffee auf der Terasse einzunehmen.(An dieser Stelle möchte ich dem Erfinder der Thermoskanne recht herzlich danken. Ich trinke immer nur eine Tasse Kaffee, oder genaugenommen andertalb. Wir haben zwar eine Ein-Tassen-Kaffee-Maschine, aber so richtig doll ist der Kaffee daraus nicht. Und die zweite  halbe Tasse bereitet Probleme. Daher bevorzuge ich Filterkaffee. Ich würde mir aber wohl kaum morgens andertalb Tassen Kaffee kochen und Nachmittags wieder.) Überweisungen gemacht, bei Twitter rumgespielt, und beschlossen, dass man am Samstag  um vier Feierabend haben kann. Ein bißchen am Frühlingsjäckchen gestrickt, abend gegessen, zweite Kopfkontrolle, noch ein Maschinchen waschen, und dann Fernsehabend.

(Die Muffins sind übrigens lecker)

 

Das Frühlingsjäcckchen ist fertig. Natürlich sind die Fäden noch nicht vernäht, aber, hey, egal:

FJKA fertig 1

Gar nicht schlecht.

Aber warum hält die Frau die Hand so komisch über die Ecke am Vorderteil? Moment. Ecke im Vorderteil? Nimm doch mal die Hand da weg!

FJKA Fertig 2

Schaut mal, wie der Saum fällt.

Grrrr. Da habe ich wohl ein bißchen zuviel des Guten an FBA gemacht.

Ungefähr alles, was ich an extra Reihen hinzugefügt habe, ist über. Wer hätte das gedacht. Also alles wieder auftrennen, und die Vorderteile aufribbeln und nochmal zusammennähen.

Ich freu mich.

Wie Sau.

Dabei ist gerade Summer-Tweed im Sale und ich wollte doch das nächste Jäckchen anfangen.

Heul. Seufz.

 

 

WKSA

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