Also mich.

1. Wenn du bemerkst, dass das Werke nicht gelungen ist, ribbel es sofort so weit wie nötig auf und behebe den Mangel.

2. Wenn du zwei Mängel bemerkst, sei dir bewusst, dass du beide beheben wirst. Entweder sofort, oder ribbelst ein zweites Mal.

****

Es war ja so, dass das Frühlingsjäckchen nicht so saß wie es sollte. Also habe ich brav und sofort geribbelt, und gleich wieder weitergestrickt, damit es gar nicht erst zum liegen kommt.

Aber.

Ich wollte ja nur die beiden Vorderteile neu machen. Schlimm genug, der Sommerurlaub ist ja schon vorbei, und es ist doch ein Frühlingsjäckchen!

Und ich konnte und konnte mich nicht dazu aufraffen. Am Ende, das wußte ich, drohte die schwierige Entscheidung Ärmel länger oder nicht.

Ich glaube, diese Entscheidung war mehr Arbeit, als das Stricken, denn als am Wochenende Vater-Kind-Zelten war, und ich mit wahnsinnig viel Zeit und Ruhe alleine war, da habe ich mich für später fertig werden, aber dafür mit längeren Ärmeln entschieden.

Und seitdem sind wir beiden wieder gute Freunde und ich freue mich aufs Stricken heute abend!

****

3. Wenn du ein Strickwerk länger liegen ließest, dann leg Gesinnung in den Neuanfang.

****

In der Zwischenzeit habe ich, weil ich ja keine Lust mehr auf das Frühlingsjäckchen hatte, beherzt zum Winterjäckchen gegriffen, dass unterbrochen im Regal lag. Dar Rückenteil war fast fertig, da ist das Ende ja abzusehen. Und kaum ein ganzes Vorderteil später habe ich schon bemerkt, dass ich die vierer Stricknadeln  durch zweieinhalber ersetzt habe. Die Vierer sind ja im Frühlingsjäckchen! Wenn das mal nicht schnell war. (Allzu offensichtlich war es nicht, die Wolle gäbe beide Nadelstärken her)

 

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? fragt Frau Brüllen.

Es ist Samstag, der Mann arbeitet, also schlafe ich zuerst einmal aus. Wenn der Mann frei hätte, würde er ganz leise ab sieben rumkramen, Licht anmachen, an den Rechner müssen, der an meinem Fußende steht, bis ich endlich um zehn nach sieben aufstehe. Aber er ist arbeiten und ich kann bis acht schlafen. Ein Kind will Wii spielen, darf aber erst nach dem Frühstück, also deckt es schon mal den Tisch. Ich fahre Brötchen holen, koche mir einen Kaffee und rufe zum Frühstück. Das Wii-Kind schafft immerhin ein halbes Brötchen, bevor es satt ist und aufstehen darf. Ich lese in Ruhe die Zeitung und trinke den Kaffee aus. Nachdem der Tisch abgeräumt ist, nähe ich einen Rock für den Urlaub ein Stückchen weiter. Ich kontrolliere Wii und Computerzeiten, und mache die erste Maschine Wäsche an.

Ein Kind klagt über Übelkeit. Ich biete an, eine Kotzschüssel beim Bruder zu holen, der sie heute Nacht hatte.  Und zwar benutzt und nicht ausgespült. Und ins Waschbecken gekotzt hat und nicht saubergemacht oder bescheid gesagt. Und ins Klo gekotzt und nicht saubergemacht oder bescheid gesagt. Dabei hatte er heute Nacht behauptet, es ginge ihm wieder richtig gut. Ich war nämlich schon mal oben zum saubermachen, nachdem  ich mit den Worten “Mutti, ich habe da ein Problem” in der Nacht geweckt worden bin. Da habe ich schon den Flur gewischt. Und -uäh- das Waschbecken saubergemacht. Haarsieb und Kinderkotze ist eine blöde Kombination.

Jetzt glänzt also das Bad wieder, und ein Kind schläft, und ich kann aufräumen und staubsaugen gehen.

Vier Räume gesaugt, drei gewischt, eine französische Naht genäht, Mittag gegessen, mit dem Hund gegangen.

Im Haushalt arbeite ich eher kleinteilig, also waschen, saugen, wischen, und wieder waschen, saugen, wischen. Ich muss ja immer wieder auf die Waschmaschine warten, oder dass der Boden trocknet, oder schauen, was das Internet so macht.

Wäsche aufgehangen, Läusekontrolle gemacht (ach,ach), Muffins angerührt.

Fertig gesaugt und gewischt, und beschlossen, den Kaffee auf der Terasse einzunehmen.(An dieser Stelle möchte ich dem Erfinder der Thermoskanne recht herzlich danken. Ich trinke immer nur eine Tasse Kaffee, oder genaugenommen andertalb. Wir haben zwar eine Ein-Tassen-Kaffee-Maschine, aber so richtig doll ist der Kaffee daraus nicht. Und die zweite  halbe Tasse bereitet Probleme. Daher bevorzuge ich Filterkaffee. Ich würde mir aber wohl kaum morgens andertalb Tassen Kaffee kochen und Nachmittags wieder.) Überweisungen gemacht, bei Twitter rumgespielt, und beschlossen, dass man am Samstag  um vier Feierabend haben kann. Ein bißchen am Frühlingsjäckchen gestrickt, abend gegessen, zweite Kopfkontrolle, noch ein Maschinchen waschen, und dann Fernsehabend.

(Die Muffins sind übrigens lecker)

 

Das Frühlingsjäcckchen ist fertig. Natürlich sind die Fäden noch nicht vernäht, aber, hey, egal:

FJKA fertig 1

Gar nicht schlecht.

Aber warum hält die Frau die Hand so komisch über die Ecke am Vorderteil? Moment. Ecke im Vorderteil? Nimm doch mal die Hand da weg!

FJKA Fertig 2

Schaut mal, wie der Saum fällt.

Grrrr. Da habe ich wohl ein bißchen zuviel des Guten an FBA gemacht.

Ungefähr alles, was ich an extra Reihen hinzugefügt habe, ist über. Wer hätte das gedacht. Also alles wieder auftrennen, und die Vorderteile aufribbeln und nochmal zusammennähen.

Ich freu mich.

Wie Sau.

Dabei ist gerade Summer-Tweed im Sale und ich wollte doch das nächste Jäckchen anfangen.

Heul. Seufz.

 

 

Ein Jersey-Wickelkleid ist ja was feines. Fühlt sich an wie ein Bademantel – sieht aber nicht danach aus.

MMM04.06.2014

Es handelt sich um ein Vogue 8379 aus Viscosejersey von Stoff und Stil und kommt dem perfekten Kleid schon sehr nah.

Ich habe das Oberteil etwas verlängert, eine FBA gemacht und Nahttaschen hinzugefügt. Dazu ist der Saum von Hand genäht, und auch der Beleg an der vorderen Kante. Das war ein bißchen aufwändiger, hat sich aber gelohnt. Ich besitze das Kleid noch einmal in rot, da rollt sich der Beleg ein und um, dass es eine wahre Freude ist.

Neulich ( Januar ungefähr Oktober) gab es ein KochschürzenSew-Along, und nur kurze Zeit später (Juni) ist meine damals angefangene Kochschürze auch schon fertig. Ich habe dafür den Mittel- und das Rockteil vonMc Calls 6503 verwendet, aus gut gelagertem Ikea-Stöffchen.

MMM_1_04.06.2014

Ungebügelt, weil gerade die Hände dran abgetrocknet.

Mehr schöne und praktische Kleidung hier beim Me Made Mittwoch.

 

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Ich hechele und hechele schon eine Weile hinterher, aber ich hab das Ziel knapp verfehlt. Es fehlen zehn Zentimeter linker Ärmel, spannen, und zusammennähen.

Nun gut.

Hier liegt mein Werk:

KJKA alle Teile

Ich habe beim Planen ein bißchen viel nachgedacht, und so ist die Jacke länger geworden, als beabsichtigt. Ich habe nämlich erst gemessen, und meinen Wunschmassen angepasst, und o b e n d r e i n noch eine FBA gemacht, die noch einmal zehn Zentimeter Länge bringt.  Aber passt schon.

Je länger ich gestrickt habe, desto mehr erinnerte mich die Jacke an die Strickjacken, die sich meine Omi Lisi gestrickt hat. Die waren auch etwas länger und hatten vorne, so wie meine, oft komplizierte Muster. Ich konnte meinen Mustersatz übrigens bis zum Schluss nicht auswendig. Das hat dann natürlich gedauert.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Meike und dem Me-Made-Team für die Organisation des Knit-Along. Es hat Spaß gemacht und motiviert, dran zu bleiben.

Hier gibt es mehr Frühlingsjacken.

Seit noch nicht all zu langer Zeit habe wir in der Küche ein Regalbrett für die Kochbücher. Zufällig passte daneben genau der Karton mit der Wolle für das Frühlingsjäckchen und war sehr aufgeräumt. Dann habe ich eine Küchenschürze genäht, und ordentlich draufgelegt. Dann habe ich eine Jogginghose genäht und ordentlich darauf gelegt. Und dann das Joggingkleid, das Geburtstagskleid, ein paar Jäckchenteile, ein paar Schnittmusterteile, und eine Draußentischdecke. Aus völlig unerfindlichen Gründen sah es auf einmal gar nicht mehr so ordentlich aus.

Und jedes Mal, wenn ich auf den Stapel geguckt habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Nie kriege ich was fertig, ______________ (hier Näh-Blogger deiner Wahl einfügen) ist viel produktiver als ich.

Aber gestern dann, da hatte ich mal einen anderen Gedanken.

Nachdem ich -Moment, kurz Luft holen- arbeiten war, tanken, Hausaufgaben betreut habe,  die Spülmaschine ausgeräumt und wieder eingeräumt, gekocht und gegessen hatte, mit dem Hund gegangen war, und mit dem Waschmaschineninstallateur telefoniert hatte, da also hatte ich zehn Minuten Zeit, bevor ich -nochmal Luft holen- die Tochter vom Klavierunterricht abholen, dem Installateur treffen, die Tochter zum Sport bringen, selbst zu Sport gehen, den Verband des Mannes wechseln und zur Pfarrgemeinderatssitzung gehen musste.

Ich habe mir dann ein Teil von dem Stapel in der Küche genommen, zehn Minuten ein Bündchen angesteckt, und war hoch zufrieden. Diese zehn Minuten waren das erholsamste am ganzen Nachmittag. Dabei kam mir dann ein schöner Gedanke: Dieser Berg an Arbeit ist keine Drohung oder Mahnung, sondern ein kleines Häufchen Instantfreude.Wann immer mir alles auf den Zeiger geht, kann ich mich hinsetzen und ruhig werden, und irgendwann kommt auch noch was schönes dabei raus!

Genauso wie mein Garten, übrigens. Nicht nur Quell des schlechten Gewissens -schon wieder kein Unkraut gezupft – sondern auch Quell der Freude.

 

Wann freut man sich am meisten über den Anruf der Übernachtungbesuchskindermutter, dass es Läuse hat?

Richtig: Zwei Stunden, nachdem die Waschmaschine ihren Geist aufgegeben hat.

Nähte heften ergibt Sinn.

Also – hätte Sinn ergeben. Denn als ich versuchte mein Geburtstagskleid* anzuprobieren, da habe ich die Öffnung für den seitlichen Reißverschluss mit reichlich Stecknadeln geschlossen. Dabei war die Idee an sich ja schon bescheuert: Reißverschluss schließen zum anprobieren. Das ist wohl eng, hm?

Da habe ich mich dann halt in eine Wurstpelle mit Nadeln gequetscht. Und mir nur ein kleines bißchen den linken Arm vom Ellenbogen bis zur Achsel aufgeratscht. An der Unterseite, da heilt das bei dreißig Grad einfach besser. Arrrgh.

*Geburtstagkleid := Kleid, das extra für den Geburtstag genäht wurde, und am Geburtstag das erste Mal ausgeführt wird.

= Kleid, das an dem Geburtstag genäht wird

= Kleid, dass überstürzt zwei Tage vor dem Geburtstag angefangen wird, und bis zum nächsten Geburtstag reellle Chancen hat, fertig zu werden.

Heute ist der letzte Tag der Eisheiligen, die kalte Sophie. Sehr pünktlich, recht kalt. Klar, dass man vorher keine Tomaten in den Garten setzt.

Es war ja vor zwei Wochen  schon sehr kalt, und “Claudia,” dachte ich so, “Claudia, du musst heute Nacht die Tomaten abdecken. Denk dran!”

Aber dann habe ich den Abend in der Notaufnahme verbracht, mit dem Gatten diesmal, und das hat dann den Nachtfrost aus meinen Gedanken vertrieben. Der Herr Gemahl hat meine kurze Abwesenheit* genutzt, um sich die Fingerspitze des linken Zeigefingers abzutrennen, und – ganz ehrlich – ich habe zwei Wochen nichts gesagt, weil mir immer noch latent schlecht wird, wenn ich daran denke. Es fehlt aber nicht allzuviel, und das abpe Teil werden wir noch angemessen bestatten.

Ich habe einfach nochmal neue Tomaten besorgt, denn die ersten sind in der Tat erfroren.

Nach einem ausgesprochen guten Start in die Gartensaison, mit vielen vorgezogenen Pflänzchen will es jetzt nicht so recht vorwärts gehen. Der Spinat kommt nicht, die Möhren kommen noch nicht, Tomate, Gurke, Peperoni waren erfroren, die Kapuzinerkresse fast, und in dem Mangoldkästchen habe ich Unkraut gejätet und alles rausgezupft, was nicht nach Möhre aussah!

Die Radieschen gedeihen immerhin ganz prächtig.

* Ich habe im Februar die provisorische musikalische Leitung des Kirchechores vermacht bekommen und das war die letzte Probe vor unserem ersten Auftritt ohne Dirigentin. Den habe ich dann verpasst, weil am Sonntag morgen Kontrolluntersuchung im KH war.

Es ist der 1. Mai und habe gestern den Garten fertig bepflanzt.

Ich weiß – vor den Eisheiligen haben Tomaten und Gurken nix da zu suchen, aber – schaut euch um – die R o s e n  b l ü h en  s c h o n.

Da kann ich mal sagen scheiß drauf Mut zur Lücke!

Hier ein paar Bilder.

Das Gemüsebeet:

Gemüsebeet

Eingeteilt in sechzehn Felder, bestückt mit: Mangold, Gurke, Platz, Tomate,Blumen, Erdbeere, Tomate, Platz, Erdbeere, Möhren, Ich-weiß-es-nicht-aber-es-hat-ein-Schild, Petersilie,Iwenaehes, Erdbeere, Radieschen, Spinat.

Das Erdbeerbeet:

Erdbeerbeet 2014

Da müsste mal einer Ordnung rein bringen. Seufz.

Das Blumenbeet:

Blumenbeet2014Da könnte mal einer Ordnung reinbringen.

Aber wenn der Mohn erstmal blüht, wirkt er nicht mehr wie Unkraut!

Das Kartoffelbeet:

Kartoffelbeet2014

Ich habe vier Kartoffeln gekauft, um sie in die Erde zu setzen. Das hätte ich mir aber auch sparen können, denn ich habe mindestens drei im letzen Jahr nicht gefunden. Es befinden sich also hier sieben Karoffeln, einmal Eisbergsalat, einmal Tagetes, einmal Kapuzinerkresse, einmal Peperoni, und fünf Felder für Grünkohl, Rukola, Bohnen und so Zeug, was ich noch sähen will.

 

WKSA

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