Stille im virtuellen Leben zeigt ja oft nichts anderes als aktives reales Leben.
Ich habe wirklich schöne Weihnachten verlebt, wenn auch ganz ohne Schnee. Ich hatte wunderschöne Tage zwischen den Jahren, mit dem tollen Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, und auch noch das richtige tun. Nämlich nichts. Ich verbringe die Zeit mit Pläneschmieden. Ich liebe Pläne. Und in diesem Jahr habe ich entgegen meiner Überzeugung sogar einen guten Vorsatz fürs neue Jahr gefasst.
Und weil dass alles ja nur Schall und Rauch ist, wenn man es nicht aufschreibt, und nicht zuletzt, damit ich später was zum schmunzeln habe – hier meine Pläne, jetzt neu auch schwarz auf weiß.
Zum allerersten und allerwichtigsten und auch am unwahrscheinlichsten wäre da ein selbstgenähter Mantel. Schnitt: Johanna von Farbenmix. In Petrol. Entweder Wollstoff oder Tweed oder so. Der Stoff wäre noch zu finden. Mit Reflexpaspel, weil ich es nämlich ganz furchtbar finde, dass man Erwachsene im dunkeln nicht sehen darf. Schrecklich. Und… mit….(das ist jetzt die Stelle, meine lieber Mann, an der du einschreiten musst) mit Puschelfell oben am Kragen und an den Handgelenken. In hellgrau. (Und mit Schirmmütze dazu).
Hirngespinst Nummer zwei: Ein Aprikosenspalierbäumchen. Das kommt davon,wenn man zu viel im Netz herumspaziert und vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Und genaugenommen wird das Aprikosenspalierbäumchen auch noch von drei Johannisbeerbüschen, einem Birnenbäumchen und einem Heidelbeerbüschchen begleitet. Und von einer belgischen Hecke darf ich bei Gelegenheit auch mal träumen. Und Dahlien, und eine Rose de Resht und so eine große weiße Rose und auch Fritz Nobis, glaube ich.
Und mein Vorsatz fürs neue Jahr (Anlass von großen Gelächter am Jahresende, das weiß ich auch), gut durchdacht und von edler Gesinnung: Zwölf in Zwölf. Zwölf Socken in zwölf Monaten. Es kann ja nicht sein, dass nur zwei von fünfen in diesem Haus genügend Socken haben. Und statt dessen Sockenwolle Kistenweise hier rumliegt. Ganz zu schweigen von *flüster* v i e r angefangenen Paar Socken.
Es braucht also wirklich mal einen Tritt in den A… ach in den A.rsch.

3 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
03.01.12 um 13:26
dgrwoll
Ich denke Du hast was Wichtiges vergessen, einen Sponsor.
04.01.12 um 14:12
fuchsiawolle
Ach so. Da war ja was.
06.01.12 um 15:48
Notiz « Woll!
[...] Puschelfell definieren: Hier ganz unten rechts zum Beispiel. (Jetzt weiß ich, warum in der Lalu keine Preise waren. Krieg ich für das Geld nicht woanders das ganze Schaf?) [...]