Etwas mehr als eine Woche habe ich wegen Zahnschmerzen nicht trainiert, und es kam mir nicht komisch vor.

Als ich aber meiner Schwester meine Laufstrecke gezeigt habe – sie hat auch angemessen “Oh” gesagt – , da ist mir aufgefallen, dass mir doch was gefehlt hat. So ein bißchen laufen ist ja doch ganz nett.  Im Prinzip trainiere ich ja für einen Volkstriathlon. Der Trainingsplan, den ich mir rausgesucht habe, schlägt pro Woche einmal Radfahren, einmal Laufen, einmal Schwimmen vor, plus einmal wochenweise abwechselnd Radfahren, Laufen oder Schwimmen. Das ergibt vier Trainingstag pro Woche, z. B Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. in meinen Ohren klingt das locker machbar. Nun bin ich aber auch noch im Fitnessstudio und meine Trainerin hat mir mit Begeisterung ein Triathlon-Krafttraining zusammengstellt. Da sind wir bei fünf Trainigstagen. Und dann, ganz komisch, wird die Woche auf einmal ganz schön eng. Besonders, wenn ich immer noch auf einem Tag Pause zwischen zwei Einheiten bestehe. Ich kann es drehen und wenden wie ich will: fünf Tage Training plus vier Tage Pause passen ums verrecken nicht zwischen Montag und Sonntag. Als Folge davon habe ich ein permanent schlechtes Gewissen, weil ich nicht alles geschafft habe. Komisches Gehirn.

Aber Moment mal: Montag Schwimmen, Mittwoch Rad, Freitag Kraft, Sonntag Laufen

oder: Dienstag Laufen, Donnerstag Schwimmen, Freitag Kraft, Sonntag Rad….

das geht alles super, solange ich kein Privatleben habe. Kinder zum Mittagessen bekochen muss, oder Pfarrgemeinderatsaufgaben erledigen muss ( falls ihr fragt, ob das nicht die anderen Pfarrgemeindratsmitglieder mit übernehemen können: nein. Wir sind nur vier), oder Feiern feiern.

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Bei Zobie-Run bekommt man nach dem Training immer was geschenkt, Ein T-Shirt, oder einen Schoko-Riegel. Nun ratet mal, was ich heute gekriegt habe!

Stricknadeln!

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Von all diesen schönen Sachen mal abgesehen, steht noch nicht allzu fest, dass ich an diesem Ding teilnehme. Mein Herr Gemahl und Mittrainierender hat Problemen mit dem Knie, und wer weiß, ob das alles rechtzeitig wieder heilt. Und ob ich alleine teilnehme…. Ich bin doch so ein Schisshase….

Wie man am Bildchen links erkennen kann, habe ich mit einer Dahlia von Colette Patterns angefangen. Ich habe mir hübschen Probestoff besorgt (Ich muss ihn Probestoff nennen, dann es kann sein, dass ihn jemand für zu blumig hält). Ich habe meine Maße genommen, meine Größe ausgeschnitten, und stelle fest: passt nicht. Der Rücken ist viel zu weit und der Ausschnitt klafft hinten auf. Ich muss also eine Small-Shoulder-Anpassung vornehmen. Das ist nicht überraschend, denn ich weiß, dass im Vergleich zum Rest meine Schultern eher schmal sind. Allerdings ist das das erste Mal und ich halte mich da an die Anleitung beim Link.

Fürs Erste nehme ich rechts und links zwei Zentimeter raus und in der hinteren Mitte einen.

Als nächstes werde ich die Änderungen auf den Stoff übertragen und neu zusammennähen. Schaun wir mal, ob dann besser sitzt.

Note to myself: Bilder machen, du Häschen! Wie soll man denn sonst sehen, ob es besser geworden ist!

Kenn ihr das? Der Mann spinnt ein bisschen herum, die Gedanken schweifen von hier nach da, und ohne dass er es eigentlich wollte, blubbert der Mund schon los. Was hältst du davon wenn wir bei einem Triathlon mitmachen. Zum Beispiel. Natürlich kann die Antwort nur lauten: Sag mal geht’s noch. Dumm nur, wenn gerade in diesem Moment das Maß an Vernunft und der der Wille lenkend einzugreifen schon aufgebraucht ist. Dann flüstert eine kleiner Kobold nur: Na warte! und schon sagt man ok., und dann hat man das Malheur.

Und genau heute beginnt mein Tainingsplan und ich habe genau gar keine Lust.

Gut dass ich als Übersprungshandlung nähen kann. Ich habe freundlicherweise Dahlia zu Weihnachten bekommen, und Stoff auch. (Wenn ich immer nähen würde, wenn ich trainieren sollte, dann hätte ich aber einen tollen vollen Kleiderschrank im Herbst)

Kann sein, dass ich mal vom Laufen oder so berichte, kann aber auch sein dass nicht.

Es ist mir nämlich ein bißchen peinlich, dass ich da so reingeraten bin.

Kennt ihr das? Ihr steht vor dem vollen Kleiderschrank und habt ü-ber-haupt nichts anzuziehen? Ganz manchmal hab ich das. Aber das Internet kann helfen. In Wirklichkeit stimmt das nämlich gar nicht. Wenn der Kleiderschrank voll ist, dann ist da normalerweise auch was zum Anziehen drin. Es nämlich so, dass man ja alle Oberteile und alle Unterteile kombinieren kann. Das bedeutet ich habe (Hosen+Röcke) x Oberteile = verschiedene Outfits. Und wenn ich ins Büro gehe, trage ich auch immer eine Jacke, dann habe ich (Hosen+Röcke) x Oberteile x Jacken. Und ich besitze ja auch noch einen Stapel Kleider. Das ergibt dann (Hosen+Röcke) x Oberteile x Jacke + (Kleider x Jacken). In Zahlen: (3+8) x 26 x 6 + (5 x 6) = 1746.

Bämm. Ich kann also mehr als vier Jahre lang immer wieder eine neue Kombination aus meinem Kleiderschrank fischen. Und selbst wenn nur 7 Oberteile wirklich zu allem passen, ergibt das immer noch  11 x 7 x 6 + 30 = 492. Reicht auch für eine Woche oder zwei.

(Man kann daraus folgern, wenn sonntagsabens nur eine Hose, ein Rock und zwei Pullover sauber sind, komme ich gut durch die Woche, ohne zweimal das gleiche anziehen zu müssen. Wie entspannend!)

Was allerdings tatsächlich in meinem Kleiderschrank fehlt, sind Sporthosen. Ich besitze genau eine, und das ist bei dreimal Sport in der Woche (ihr erinnerte euch an die Zombies) ein bisschen wenig. Und was tut dann der durchschnittliche Nähnerd? Schnittmuster suchen, finden, Beschreibungen durchlesen, Schnittmuster kaufen, ausdrucken, abmalen. Zuschneiden, nähen und: zu groß. Na sowas. Also Schnittmuster eine Nummer kleiner abmalen und dann erst! das Kontrollkästchen nachmessen. Hihi. Auf 125% ausgedruckt. Das ist super, weil ich lange dachte, ich hätte zuwenig Oberteile (siehe oben). Aber von den letzten 7 Pullovern, die ich genäht habe, sind 4 zu Nachtgewändern geworden. Und jetzt habe ich endlich auch eine Nachthose!

Das ganze Internet strickt ein Frühlingsjäckchen – ich auch! Ein schnelles (hier ein ironisches Grinsen einfügen) Hey Teach Jäckchen in Vanillepuddingfarbe.

Hey Teach habe ich schon einmal für mich gestrickt, und einmal für meine Schwester, es ist also nicht sonderlich neu. Aber meine alte Version ist hellgrau und diese Farbe schmeichelt mir mal so gar nicht. Aber ich weiß, was ich besser machen kann, nämlich ein paar verkürzte Reihen einbauen, denn das Vorderteil zieht sich über der Brust ein wenig nach oben. Dabei habe ich festgestellt, dass die geplanten 8 zusätzlichen Reihen schon nach vier Wendepunkten erreicht waren, dass hatte ich mir so gar nicht vorgestellt.

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Wenn übrigens Leichtfertigkeit und Sturheit aufeinandertreffen, dann können die Folgen absonderlich sein. Zum Beispiel kann die Frau am Dienstag vor Aschermittwoch beschließen, in der Fastenzeit auf Fleisch zu verzichten. Natürlich macht der Mann mit, nur leider wird er öfter mal eingeladen, dann darf man Fleisch essen, so sind unsere Regeln. Sontags auch. Und, meine Herren, wird es jetzt aber mal Zeit, dass Ostern ist!!! Seit Aschermittwoch habe ich ständig Hunger, zumindest kommt es mir so vor. Außerdem möchte ich tausend Dinge kaufen, das kenne ich sonst gar nicht so.

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Das mit dem Hunger könnte auch mit der anderen Leichtfertig-Zusagen-Zu-Stur-Sein-Um-Die-Sache-Abzusagen-Geschichte zusammenhängen.

Irgendjemand kam auf die Idee…Nee. Egal. Im Herbst haben der Gatte und ich mit Joggen angefangen. Und zwar so langsam wie möglich. Allerdings möchte ich im August gerne fünf Kilometer am Stück laufen können, also laufe ich ab und zu mal. (und lasse mich dabei vom Zombies jagen)

Vor einigen Wochen ist unser Hund gestorben. Wir mussten ihn einschläfern lassen, nach dem er einen Rückenmarksinfarkt hatte, und nicht mehr aufstehen konnte. Er war erst fünf Jahre alt.

Ich habe lange gebraucht, bis ich das aufschreiben konnte und das hat mich davon abgehalten Alltags-Blabla zu schreiben.

 

 

Mehrfach wurde es mir vor die Füße gespült. Euch aber vielleicht noch nicht:

Ein paar schönen Seiten und ein paar schönen Geschichten begenete ich im Netz.

Zuerst einmal die Geschichte von Erdrotationsbüro von Draußen nur Kännchen.

Herr Buddenbohm arbeitet und die Herzdame backt Käsekuchen. “Die Herzdame backt” ist übrigens eine reizende Mode-Serie. Der Kuchen ist nur Gimmick. (Trotzdem ist damit zu rechnen, dass es wohl auch bei mir mal Käsekuchen geben wird.)

Ihr müsst dringend bei Frau Novemberregen vorbeischauen. Zum einen verwandelt sie wie sonst niemand Schlagenstehen an der Kasse zum Genuss (Nr. 1175), und und zum anderen schreibt sie über ihr Kind, dass nur einsprachig aufwächst (Nr. 1173). Leider habe ich nicht herausgefunden, wie ich auf einzelne Beiträge verweisen kann, aber lest ruhig alles.

Eine Uhr, bei der man der Zeit beim vergehen zuschauen kann. Sie verwandelt die Uhrzeit in einen Farbcode (Farben können als Hexdezimal-Code dargestellte werden) (Wiedergefunden bei Novemberregen, kannte ich aber schon. Ich war mal auf einer Seite, wo mehrere tolle Uhren verlinkt waren. Das war aber im Sommer, das finde ich nicht wieder.)

Ein Blog einer Synästetikerin (via Twitter). Sehr Interessant.

Einer dieser Tage. Anruf von der Schule von Kind drei, während ich Auto fuhr. Beim Rückruf nur der AB. Meine Nerven, ey. Es ging um Mathe, nicht um ein Loch im Kopf. Auf der Arbeit kratzte ich mich am Kopf, und siehe da, ein Läuschen. Zu Hause zuerst Betten abziehen, dann -einer dieser Tage- bis zum Ellenbogen in die Spülmaschine kriechen, Fehlermeldung E24, Pumpe reinigen. Nach dem Geschirrspülen, damit ich überhaupt Platz hatte und den Geschirrkorb rausnehemen konnte, und nach dem ich das komplette Wasser abgeschöpft hatte. Bah. Laufend klingelt es an der Tür. Schornsteinfeger für den Jugendraum, kann ich mit Kind drei spielen, Schornsteinfeger, kann ich mit Kind drei spielen? Beim Essenkochen habe ich festgestellt, dass ein Kind Milch auf dem Herd verschüttet und nur auf Kinderart weggewischt hat. Man kann es nämlich riechen. Kinder und mich entlaust (einmal nix, zweimal wenig, einmal fragt nicht) zack ist abend.

Entschuldigt mich, jetzt hab ich ein Date mit Carsson.

wenn ich ins Auto steige, gerate ich ins träumen.

Ich träume von einem Kleid, einem dunkelroten Kleid, mit Kragen und Manschetten und mir einem weit schwingenden Rock. Aus weichem Wollstoff. Angelehnt an das Bürokleid von Catherine.

Weil nämlich -verdammte Hacke- beim Einsteigen ins Auto durch die Körperbeugung die Hose hinten am oberen Rand ein bisschen nach unten rutscht und das Unterhemd (und natürlich auch der Pulli und die Jacke) ein bißchen nach oben rutscht. Diese Lücke bei Minus drei Grad – Arrrrgh. Im Rock passiert das nicht, der rutscht unten hoch, das ist wurscht, und mit einem selbstgenähten Unterhemd passiert das auch nicht, das ist lang genug.

Na, und wie es der Zufall so wollte, habe ich heute zwei schöne Modelle gerfunden. Bei curvysewingcollective.

Und zwar McCalls 6696, das mir auch schon beim Memademittwoch aufgefallen ist, und Simpicity 1459. Auf der Seite von Simplicity wäre ich da nie hängengeblieben, die Farbwahl auf dem Bild ist…äh… ungewöhnlich.

Schade nur ein bisschen, dass ich vor Mai wohl diese schönen Kleider nicht realisieren werde, und danach werd ich nicht mehr wollen.

WKSA

Dahlia

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