Heute ist hier die Welt ganz komisch. Und ich schaue halb belustigt und halb verstört und versuche, meinen Standpunkt zu finden. 30 Jahre war es uncool Karneval, aka Fasching gut zu finden. Und jetzt hier habe ich um halb neun(!) den ersten Clown am Straßenrand gesehen, der definitv die vierzig schon überschritten hatte. Ich wollte keine Berliner kaufen, aber man durfte, glaube ich, die Läden ohne gar nicht wieder verlassen. Und im Kindergarten hieß es zur Begrüßung schon Dorfname Miau!. Dann habe ich mein Kostüm gebastelt und ich hatte riesigen Spaß. Der Kindergartenkarneval ist überstanden, und weil alle hier bis Dienstag frei haben, müsen wir heute Nachmittag singen gehen, damit meinen Kindern morgen wenigstens schlecht ist, und nicht nur langweilig.
Also:
Lüttke, lüttke Fastenacht
wir ham gehört, ihr habt geschlacht.
Habt ’ne dicke Wurst gemacht.
Gebt uns eine, gebt uns eine
aber nicht so ’ne ganze kleine,
lasst das Messer sinken
bis unten in den Schinken.
Lasst uns nicht so lange stehn,
wir woll’n noch’n Häuschen weitergehn.
Eins, zwei, drei,
’ne Mettwurst oder’n Ei.

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