heute abend in der langweiligsten Stadt, die mir im Moment einfällt. In Drøbak. Seufz. Allein. Seufz. Oder fast allein. Ein Kenner Schelm, der Böses Hormonelles dabei denkt.

Am Hafen sitzen und frieren, sehnsüchtig in die das Straßencafés schauen, kurz in diesen einen Supermarkt schlendern, und Lefse kaufen, vieleicht auch noch ein Skoleboller auf den Weg. Es wird nicht richtig dunkel (weil Mittsommer), es ist aber auch nicht richtig hell (weil, seien wir ehrlich, Scheißwetter). Es ist also trüb, so wie bei uns, und der Wind weht, und alles ist frisch, durchaus auch im Sinne von kalt. Mal kucken, was oben auf dem Berg ist, und nicht immer nur da sein, wo alle sind. Feststellen, dass oben auch nichts ist. Vielleicht gibt es ja neben dem Hafen (links) schöne Stellen am Wasser. Und ich sitze da, und zittere ein bißchen, und fühle von Kopf (mit kalten Ohren) bis Fuß (meine Füße sind warm in dem Wanderschuhen), hier bin ich richtig.

Gleich geht’s in unser Domizil. Nur zwischen Mai und September fließend Wasser. Sonst greifbarer Schnee. Ein paar Sudokus oder Freizei-Revue-Rätsel-Sonderheft. Abends ein Kinderbuch lesen und endlich warm werden. Mitgebrachtes deutsches Essen. Früh ins Bett….

Werbeanzeigen