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Nach einer Beerdingung im Haus hatten wir Tante Traudi zu Besuch. Ich erinnere mich, dass wir zu zweit Mittag gegessen haben und ich das schrecklich fand, weil ich so schüchtern war. Die ganze restliche Familie hatte mich furchtbar im Stich gelassen. Tante Traudi war aber trotz aller Befürchtungen doch sehr nett (aber man weiß ja nie). Allerdings tat sie etwas, was mich völlig aus der Fassung gebracht hat. Nach dem Essen stand sie auf und räumte den Tisch ab. Und sie machte Wasser warm und wusch ab. Ich hatte Mühe, wenigstens so geistesgegenwärtig zu sein, um abzutrocknen. Und dann sagte sie: So, jetzt können wir uns mit gutem Gewissen ein bißchen hinlegen.

Und wißt ihr was? Ich war sprachlos. Ganz ehrlich, ich konnte mich nicht erinnern, dass so etwas in meinem Beisein in unserer Küche jemals vorgekommen war.

Es war früher einfach so, dass mein Vater für den Abwasch zuständig war, und der war zur Mittagszeit noch arbeiten. Deshalb haben wir wenn’s hoch kam und nach mehrfacher Aufforderung nur das Geschirr in die Spüle gestellt.

Aber heute. Viele Jahre danach. Also nur heute mal. Da habe ich abgewaschen, was nicht mehr in die Spülmaschine passte. Vielleicht räume ich es sogar noch weg. Und ich bin so stolz auf mich.

Könnte zyklische Gründe haben. Vielleicht hatten die Frauen vor der Erfindung der Spülmaschine einfach nur viel öfter ihre Tage.

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Felix-Karte

Dies hier hat mein Kleiner gestern bekommen. Nach dem Kindergarten wieder zu Hause schafft er es nicht bis ins Wohnzimmer, geschweige denn bis aufs Klo bevor die Hose nass wird. Bloß gut, dass er der dritte ist. Wäre es mein erstes Kind, ich würde das persönlich nehmen.

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Es ist enorm, was der Kleine alles mit einem Wort ausdrücken kann:

„Feuer“ bedeutet (unter anderem): überbacken, grillen, verbrannt, Feuer, Toaster, Feuerwehrauto und logischerweise auch Polizeiauto.

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Noch leicht angeschlagen von einem kurzen aber fieberhaften Infekt meiner beiden Großen hatte ich heute Nachmittag das Vergnügen, dass alle mal gleichzeitig geheult haben. „Gebrüllt“ und „Wie am Spieß geschrien“ verkneife ich mir mal. Anika hat sich von einem Nachbarsjungen Fingerstricken zeigen lassen. Und dann hat das Telefon geklingelt, und sie ist rangegangen und ist danach durcheinander gekommen. Wer wollte wegen so etwas nicht zwanzig Minuten brüllen. Paul war mit einem anderen Nachbarsjungen (dem weisungsresistenten) und Fiete bei einem dritten Nachbarsjungen. Dort hat ihn der weisungsresistente  verhauen, weil Paul gsagt hat, Fiete wollte nicht ihm spielen. Möglichweise hatte er sogar recht (der Paul jetzt). Naja, also hat er sich welche eingefangen, und kam brüllend zu mir. Und der kleine Fiete? Mutter- und bruderseelenallein, nur in Begleitung eines Kindes, mit dem er nicht spielen wollte bei den Nachbarn, hat sich auf dem eiligst angetretenen Rückweg noch kurz einmal langgelegt. Und wie es so seine Art ist, konnte ihm NIEMAND! helfen, bis ich kam. Zu dritt standen sie um ihn und haben gestreichelt und getröstet, aber vergebens.

Ich glaube, meine Kinder gehen heute mal früh ins Bett.

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Und ich zeige euch nochmal mein Tagwerk:

Saatreihe

Ich habe das vierte Feld umgegraben und bestückt. Neben einer Rose und Grünkohl (Bitte! Nir.gend.wo steht, dass die beiden nicht harmonieren!) stehen dort jetzt zwei Astern novii belgii, Feinkost-Albrecht-Salbei, Olivers Johanniskraut und eine heruntergekommene Blatt-Petersilienwurzel. Und in dieser Reihe, die ihr hier seht sind von hinten nach vorne gesäht: Dill, dann sieht man vorgezogene Calendula, dann kommt Spinat, und dann Portulak (hmm, lecker!). Und ganz am Rand könnt ihr ein Vergissmeinnicht erahnen. Das wuchs da so, unausgesäht und das sollte es auch. Und in der Mitte des Beetes liegt ein Platzhalter-Stein, da soll eine Pfingstrose rein.

Meine Damen und Herren,

feiert mit mir die Eröffnung der Stricksaison. Dreht die Lautsprecher laut auf:

und schaut auf meine Werke:

Feuerpuschen

Das sollen Puschen werden, gegen morgendliche kalte Füße. Ein Reste-Projekt (Socken von Anika, Socken von mir, Socken von Ria, und Wolle, die ich zur Hochzeit geschenkt bekommen habe, und nach vielen Jahren lila überfarbt habe. Jetzt hat sie noch zwei Jahre gelegen, und dann wurde sie auf einmal schön 😉 )

Und, bitte schön: meine erste Ashford-Farben-Wolle.

Wolle 1-5

Mit Banderole und Namen. Natürlich nicht sinnvoll angeordnet. Wir hätten hier:

FEM – TRE – EN – FIRE – TO

  • „EN“ – Sockenwolle (aka Schurwolle/Polyamid) in verschiedenen ……ich habe jetzt fünfmal „lilatöne“ hingeschrieben, aber immer sah das blöd aus. Also in verschiedenen Violett-Tönen.
  • „TO“ – Sockenwolle (Schurwolle/Polyamid), ebenfalls lila, aber mit einem längeren Farbrapport. Gewünscht von mir sind schmale Streifen, aber das hängt später von der Maschenzahl ab.
  • „TRE“ – blau. Von kobaltblau bis hellblau. Ebenfalls Sockenwolle
  • „FIRE“ – Reine Merino. Helles Türkis mit einem Hauch…..Violett.
  • „FEM“ – Reine Merino. Hellblau.

Alles wie immer Unikate. Lauflänge 420 Meter, 100 Gramm.  8.50 Euro.

Nacheinander sind alle Gäste wieder gegangen. Hübsch dem Alter nach (ungefähr, Ilona, ungefähr), die älteste zuerst. Dann der älteste mit Begleitung, dann die nächstfolgende. Und zwischendurch mein Mann.

Tja und jetzt bin ich wohl Bestimmer, Chef und Kapitän, schon allein, weil ich erwachsen bin.

Dann bringe ich wohl dieses Schiff mal auf Kurs. Auf neuen Alltagskurs. Inklusive Keine-Große-Sache-Party-Reste wegräumen. So ein Familienschiff hatt ja schließlich keinen größeren Wendekreis als die MS Deutschland!

hat so dicke Augenbrauen. Und seit Tagen habe ich die auch. Direkt nach dem Aufwachen fange ich an, die Stirn zu runzeln und die Augenbrauen zusammenzuziehen. Ob der Kümmernisse, die da kommen. Kommen aber keine. Mist. Da runzel ich also Tag für Tag umsonst die Stirn. Ist bestimmt nicht gut für ein frisches Aussehen.

Ganz , also nur ganz vielleicht, könnte es sein, dass ich ein bißchen Schiss habe unruhig bin, wegen der klitzekleinen Veränderung, dass meine Kinder ab morgen alle Vormittags aus dem Haus sind. Und unser routinierter Tagesablauf vom Aufstehen über Kindergartenweg, Mittagessen, Nachmittagsgestaltung und schlafen gehen neu austariert werden muss.

Is‘ ja ’n Klacks!

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Ich habe einen fantastischen, familienfreundlichen Job.

Ich habe einen fantastischen, familienfreundlichen Job.

Ich habe einen ausfüllenden, gutbezahlten familienfreundlichen Job.

Ich habe einen tollen Job.

……..

(Positives Visualisieren.)

Arbeitsmarkt, Dasein als Hausfrau, ich freu mich auf euch!

Früher (also vor gestern) fand ich meine Kreativ-Seiten im Netz eigentlich alle in verschieden Blogs in den Blogrolls (Linklisten). Und jetzt, schnüff, verschwinden sie alle nach und nach und ich Nuss muss jetzt gugeln und suchen und in meinem Archiv nachschauen, und mache mir sehr. viel. Arbeit damit, nur weil ich die Links nicht aufgeschrieben habe. Dabei war das sogar mal mein Plan gewesesn.

Nun also.

Namensbänder bei Dortex

Stoff und Velourbilder bei Michas-Stoffecke

Webbänder auch bei Smila

Taschen bei Gretelies

Allerlei Lustiges bei Frau Liebe

Farbenmix sowieso.

Und gutes Essen bei Low budget Cooking (deutsch)

Der Mist beim Verlinken ist, dass man vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Und Taschen findet. Und Näh-Blogs. Aber irgendwo ist das Netzt ja Gott-sei-Dank auch zu Ende!

Mädchensachen machen.

Rock mit garn

Aber dann. Am Samstag. Richtige Männerarbeit!

Auf dem Dach

Jetzt: müde. Und wortkarg.

hatte ich doch so ein nervöses Zucken am Auge. Das ist gewandert, und zwar zu meinem Mund. Und so konnte ich heute im Auto fröhlich singen:

Die Unterlippe wackelt schon,

wackelt schon,

wackelt schon,

die Unterlippe wackelt schon,

wackelt schon!

Da KANN einem doch betrüblich zumute werden!

——–

Eigentlich ist das Wetter jetzt gar nicht so schlecht. Wenn man nicht unbedingt darauf Wert legt, angezogen zu sein…..

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Vielleicht mache ich morgen noch ein Bild von einer Resteverwertung auf Teufel komm raus dem zweiten Teil aus Wohnzimmergardinen einer netten Kleinigkeit. Und ich brauch das auch noch in blau!

fragt mein Mann um kurz vor acht. Im Fernsehen läuft nix, das große Kind nächtigt das erste  Mal außer Haus, die andern beiden schlummern selig. Vielleicht schauen wir ein Video*….Wir sollten auf alle Fälle früh ins Bett gehen…..

Als wir dann Wein und Wasser zu unserem  Kurz-Mal-Über-Grundstücksplanung-Besprechung-Unter-Nachbarn geholt haben, war es viertel vor zehn, als David mich Gewalt vom Fernseher weggerrissen hat, war es elf. Dafür steht Fiete im Moment immer um sechs auf, das ist ja dann wenigstens auch früh.

(Ich weiß es schon eine ganze Weile: Der Trick mit den lauen Sommernächten ist, bis zum August zu warten. Im Juni wird es ja nicht dunkel!)

*Mein Mann nimmt per Online-Video-Rekorder eigentlich fast alles auf, was im Fernsehen je kam 😉

erste Tasche mit Fuchsia

Ich mag ja am meisten an der Tasche von Marion, dass jeder Stoff eine Geschichte hat. Nun habe ich aber aus  gewissen Gründen Stoff für diese Tasche kaufen müssen. Weil nämlich die Innenseite (der Akku ist alle, also müsst ihr sie euch vorstellen: hellgelb (Marions Patchworkdecke), zartgrün kariert (Pauls Hose von vor…., naja, als er Größe 80 getragen hat (Heute 122), und rosa Leinen (Muttis Bluse)) nicht mit der Außenseite (leuchtend grün mit Blumenwiesendeko (Rebekkas Kleid 2008) und pink mit Allerlei (Anikas Kleid 2007)) zusammen konnte. Also musse ich zwei Taschen nähen, klar.

Also. Wo war ich. Stoff. Kaufen. Geschichtslos.

Deswegen kriegt der Stof die Geschichte hinterher.

Ich liebe Kataloge. Bei meiner Oma lagen immer Katalog in der Küchenbank, und wenn es nichts mehr zu spielen und zu lesen gab, konnte ich mich immer noch Seite für Seite durch den Quelle-Katalog durch blättern. Und Witt-Weiden. Und vielleicht auch Neckerman. Nun kam neulich ein sommerlicher Kälteeinbruch und mit ihm der Herbst/Winter-Katalog von Hess Natur. Bei langärmligen bodenlangen Schurwoll-Nachthemden wurde mir ganz warm ums Herz.  Ein paar Wochen später griff ich beherzt zur Maus und bestellte mir eine Schlafanzugauswahl. Begeistert öffnete ich dann wiederum ein paar Tage später das Paket und probierte und genoss und wählte aus. Abends habe ich dann David meine Errungenschaften präsentiert. Er runzelte die Stirn, und sagte Dinge wie: -Das ziehst du eh nicht an.- Das ist durchsichtig. -Neee. -Das ist ommerich. Und sogar -Entschuldige,wenn ich lache. Ich kenne ihn jetzt zehn Jahre, und es hat sich herausgestellt: Er hat recht. Immer. Also zumindest, wenn er meine neuen Klamotten beurteilt. Traurig aber wahr. Also habe ich von 13 Teilen zwölf wieder ins Retouren-Paket gesteckt. Ein Pullover war noch übrig, den ich aber für ein bißchen schmucklos (also komplett und ganz und gar schlicht!) hielt.

Und so lag das Päckchen im Nähzimmer, und wie ich die Tasche genäht habe, habe ich die Stoffreste auf das offene Paket gelegt (es ist nie genug Paltz da, nie), und die Tasche hatte genau dieselbe Farbe, wie dieser schlichte Pullover. Und zusammen mit dem Streifenstoff sieht der sehr gut aus. Was war es da für ein wundersamer Zufall, dass ich vom letzten Jahr noch genau aus diesem Streifenstoff eine Schlafanzug-Hose zugeschnitten hatte. Ich musste sie nur noch zusammennähen, und habe jetzt einen tollen Schlafanzug! Das Dilemma ist ja dies: Es gibt gaaaanz viele tolle Schlafanzüge, so mit gestreiften Hosen und Trägertops, und auch ganz viele süße Spagettiträgernachthemdchen.  Aber anscheinden mache ich was falsch. Ich schlafe unter einer Bettdecke, die meine Beine und meinen Rumpf bedeckt. Und ICH kriege dann kalte Schultern, während meine Beine es auch ohne lange Hosen schön warm haben. Es gibt langärmlige kurze Nachthemden (du hattest recht, Mutti) aber nicht ohne Glitzerkatzen oder Bären mit karierten Pullovern. Und-Entschuldigung-dafür bin ich zu alt oder noch nicht alt genug.

(Das wird mein Reise-Schlafanzug, ein Großteil meiner werten Leserschaft wird ihn also früher oder später mal sehen ;-)( der Akku ist nämlich immernoch alle))

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