Jetzt so, also bis letzten donnerstag, zur Vorvorweihnachtszeit bin ich ein bißchen angespannt. Es ist garstiges Wetter, Tag und Nacht dunkel, und allüberall steht Lebkuchen im Laden (Bei uns nicht. Da bin ich eisern. Im September, wenn er frisch ist, und dann erst wieder im Advent!) und singen die Engel im Himmel. Hier gibts Bastelanleitungen, zuckersüß, dort das alljährliche Plätzchenextraheft (@Brigitte: Ich kauf euer Heft nicht. Isses nicht wert), und Spielzeug- *was ist der Plural von Versand?*, die ich noch nie gehört habe, schicken uns ihre Werbung.

Und ich stehe mitten im Weihnachtskitsch meinem spießigen und mürrischem: Vorweihnachtszeit ist im Advent und nicht eher, und kucke böse.  Jetzt habe ich Lust zu basteln, jetzt will ich Plätzchen backen, JETZT. Aber ich verbiete es mir. Weil es ja noch so lange hin ist. Und nicht vor Halloween. Aber auch nicht vor St. Martin. Und dann auch nicht vor Fietes Geburtstag. Ach. Ach.

Und dann andrerseits ahne ich ja schon, das der Advent arbeitsreich sein wird. Immer, ständig, jeden Tag Weihnachtslieder im Kindergarten, so’n Streß, und überhaupt hat man Weihnachten dann doch schon wieder satt. Ach. Ach.

Und ein bißchen fürchte ich mich auch vor dem Advent, ich hab den letzten nicht allzugut in Erinnerung.

Aber es kommt jedes Jahr immer wieder (erstaunlich!) der erste Tag, an dem Vorweihnachten ok ist. Im Supermarkt gibt es Dinge, auf die ich mich freuen kann, weil ich sie mir bis Heiligabend verkneife. Vorfreude, abgepackt im Kühlregal, in Form von Stremel-Lachs und geräucherter Entenbrust. Und unabhängig von meinem Vorweihnachtsgeschwurbel legt mein Mann eine Weihnachts-CD ein.

In diesem Sinne.  Wir habe die Grenze von Vorvorweihnachten zu Vorweihnachte überschritten. Die Adventskranzkerzen sind gekauft (ich LIEBE Adventskranzkerzen kaufen) und bei Herrn Wesseltoft hat’s auf’s Klavier geschneit.

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