Vor geraumer Weil habe ich schon einen Pioneer gestrickt. Die Wolle dafür sollte eigentlich ein dänisches Schultertuch werden, aber  wenn ich Millionen von Anleitungen für umsonst bekomme, dann bin ich zu geizig für eine Geld auszugeben es hat sich nicht ergeben.

Die Wolle ist Kauni, einmal in  EG und einmal in EY. Wie es der Zufall so wollte, haben sie an einer Stelle den selben Farbton, und ich konnte sie ordentlich aneinanderfügen. Gestrickt nur mal so nebenbei, auf dreier Nadeln, ein Endlosprojekt, das dann doch erstaunlich schnell gegangen ist. Ich habe mich eigentlich komplett an die Anleitung gehalten, nur stimmte meine Maschenprobe -nicht, dass ich eine gemacht hätte- nicht überein, und ich habe ein paar Raglanzunahmen mehr gemacht. Die Ärmel sind in eins gestrickt, gesteekt, und zusammengenäht.

Und er tut genau das, was er soll. Nämlich als Zwischenschicht im richtigen Maß warmhalten. So wie meine Oma mag ich nämlich den Rumpf gerne warm, die Arme aber höchstens zur Hälfte bedeckt. Meine Oma hatte früher immer die Blusenärmel umgschlagen. Nur an hohen Feiertagen war der Ärmel zugeköpft. Und über der Bluse immer noch eine Weste, und oder die berühmte Kittelschürze.

Und als wir mal im Sommer dreißig Grad hatten, da hab ich ihn auch gern getragen (Das ist aber zugegebener Maßen schon ein bißchen nerdig. Reine Schurwolle und richtig kratzig)

Musik dazu?

Hier.

Und jetzt ist wieder einer auf den Nadeln. Selbstgefärbt und grün diesmal, und mit kleinen Änderungen. Der Ausschnitt nicht ganz so weit, Loch- statt Zopfmuster.

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