Grad neulich war erst St. Martin, am Tag danach hab ich schon angefangen Kuchen vorzubacken für den Kindergeburtstag. Zwei Kuchen für den Kindergarten, wie üblich mit Schokostückchen und als Piratenschiff aufgetakelt. Dieses Jahr mit wilden Kampfzsenen. Ein Blech Birnenmuffins zum meinem Vergügen (gebacken nicht so lecker, dass ich zwölf mit Freude aufessen würde. Ungebacken wohl schon), und eine Prinzessinnentorte. In gelb. Uäh. Naja. An diesem Punkt hat der Kleine großes Glück, im November geboren zu sein. Früher war der Buß-und Bettag ja ein Feiertag, und wurde von meiner Mutter dazu genutzt, Pralinen für den Weihnachtsmarkt der Kirche vorzubereiten. Halb wurden wir verpflichtet, halb war es ein Vergnügen mitzuhelfen, und so scheint es mir von heute aus, dass ich jeden Buß- und Bettag stundenlang mit schokoladenverschmierten Händen in der Küche gestanden habe. Noch früher war der November von den Geburtstagen meiner Großeltern geprägt. Es roch nach Bohnenkaffee und Nusskuchen. Deshalb denke ich, dass der November schokoladenverschmiert und mit Bohnenkaffee gehört (im Gegensatz zu dem sonst eher bei mir üblichen Muckefuck). Sonst hätte ich nicht zwei Sorten von diesen oh-ich bin-nicht-ausgelastet-aber-so-phantasievoll-und-ich-liebe-mein-Kind-auch-über-alles-Angeber-Mütter-Kuchen gebacken.

Zurück zum roten Faden.  Schlag auf Schlag. Bumm. St. Martin. Bumm. Geburtstag mit Kindern und Oma , bumm Geburtstag mit Opa, padumm Geburtstag mit der restlichen Familie, bumm Lichterkette-Anbringtag (aka Totensonntag),bumm erster Advent, bumm Nikolausfeier im Dorf, bumm Nikolausfeier im Kindergarten, bumm Weihnachtsfeier in der ersten Klasse, bumm Weihnachtsfeier in der zweiten Klasse, bumm Weihnachtsmarktausflug mit den Frauen, bumm Weihnachtsfeier im Kindergarten, bumm Weihnachten (bumm bumm bumm) bumm Sylvester, bumm noch ein Geburtstag, und dann wundert man sich, wenn man keine Plätzchen mehr sehen mag.

Klar, dass es dazu die Musik des Tages gibt.

Alternative

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