In diesem Jahr geht mein Neffe zur Erstkommunion. Nächstes Jahr mein erstes Kind, im Jahr darauf mein zweites Kind, im Jahr darauf mein anderer Neffe, ein Jahr Pause zum Luft holen und dann folgen Kind drei und Nichte.

Mein Plan: Perfekt geputztes Haus, perfekt hergerichteter Garten (allen Ernstes ist es hier im Dorf  Sitte zur Kommunion eine Pflanzschale mit weißen Blümchen vors Haus zu stellen), zuckersüße Kinder, feines Essen, entspannte, fröhliche Feier, und so tun, als wäre das alles ein Klacks.

Als ich neulich mit der diesjährigen Kommuniokindmutter sprach, da sagte sie noch: Ach, ich muss auch noch das Essen bestellen.

Als ich neulich mit einer Klassenkameraden- und damit Mitkommunionkindmutter von meinem großen Kind sprach, sagte sie: Ach, ich wollte nicht wieder so spät dran sein, wie bei der Großen, also habe ich zwei Jahre vorher schon alle Gasthäuser abtelefoniert. Das war aber wieder zu spät.  Im Gasthaus meiner Wahl (und übrigens auch unserer Wahl) ist der nächste freie Kommuniontermin in vier Jahren.

Da kann ich ja jetzt schon mal auf entspannt trainieren. Das war letztes Jahr wo nix mehr frei war.

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