Zeit vor allem eins nicht: linear.

Weiß jedes Kind.

Heute zum Beispiel läutete das Telefon mit den Worten „Ist das denn zu viel verlangt? Ist das denn zu viel verlangt?“ Ich wurde nach einem Geburtstagswunsch für meinen Mittleren gefragt. Nein, hatte ich noch nicht, weil -ich schwöre- der letzte Anruf mit diesem Wunsch h ö c h s t e n s zwanzig Minuten her war. Allerhöchstens. Natürlich hat der Anrufer behauptet, nein, das sei letzte Woche gewesen, aber klar, das hätte ich auch gesagt.

Oder heute morgen. Der Wecker klingelt, ich warte ein Weilchen, ob ich wirklich aufstehen will, ja, ich glaub ich will. Ich stehe auf, gehe Richtung Bad, und dann liege ich auch schon im Türrahmen. Am Türblatt runtergerutscht und lache. Haha, da bin ich einfach umgefallen. Gar nicht gemerkt. Wie komisch. (Habe ich wirklich gedacht *entschuldigend kuck*)

Es gibt nur zwei Momente in der Woche, in denen die Zeit kurz innehält. Freitags, bei der Reklame für Lanz kocht, und Sonntags beim Vorspann vom Tatort.

 

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