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Hab ich schon erzählt, dass wir jetzt einen Laptop haben?
Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf. Ich kann jetzt zum Beispiel am Klavier stehen, und einen Artikel schreiben.
Oder ich kann beim Kochen den Laptop auf den Tisch stellen, um im Unterhemd zwischen dem Umrühren vor dem einzigen Fenster zur Straße ohne Gardine der Telegym folgen.
Wenn ich nicht vor lachen umfalle.

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Mal wieder Musik des Tages

 

hat mich wohl einer gestern

Ich gehe über einen Parkplatz.

Niese.

Das Auto neben mir geht auf.

Ich niese wieder.

Auto wieder zu. 😉

Um Angefangenes zu beenden.

Hey Teach in grün für meine Schwester, plus Kazashi wegen der Verspätung.

Lingerie, ebenfalls aus der Knitty.

Ein Dankeschön an mein Sockenmodel Anika. In Wirklichkeit – also an mir – sind es Socken, keine Kniestrümpfe.

Socken mit „Knoff-Hoff“: Die Anleitung hat es in sich, es sind deutlich mehr als fünf Seiten, und unter anderen hübschen und ungewohnten Dingen wurde die Ferse mit verkürzten Reihen und Umschlägen gestrickt. Das habe ich vorher noch nicht gemacht. Ich hatte bei der ersten Socke ü-ber-haupt keine Ahnung wie das „Bringen Sie das Garn nach vorne“ vor sich gehen sollte, und habe großen Murx fabriziert. Fernab vom Internet oder helfenden Händen habe ich angespannt vor mich hingewurschtelt, und hatte nicht auch noch die Kraft, die Fußsohle verstärkt zu stricken. Darum habe ich nach der Fertigstellung Verstärkungsfäden eingezogen, in der Hoffnung, dass so die Sohle länger hält.

Und um Neues zu planen!

Ich bekomme einen Vorgarten! *leise kreisch*

Es gibt so Leute, die können immer alles. Auf Anhieb. Sofort. (Fast) Perfekt.
Ich auch. Also kann ich auch sofort Kanzashis, ich muss nicht üben, und weiß sofort,worauf ich achten muss.
Und dass die Kinder furchtsam in der Ecke kauern (nur bildlich gesprochen, natürlich), hat mit mir und meinen Ausdrucken gar nichts zu tun!
Und natürlich kann ich jetzt auch mit einer Stricknadel eine Frisur machen!

Ich habe nach einem Stift gesucht, und überlegt, welcher Block wohl bis ins nächste Jahr hält, um meine Gartenweisheiten aufzuschreiben. Extra ein Heftchen zu kaufen ist zwar sehr reizvoll, aber da ich in einer furchtbaren Schreibwarengeschäftsdiaspora lebe, ist das keine kurzfristig mögliche Alternative.

Und dann kam mir die Idee. Der Rechner.

Dann auch gleich für alle.

Meine Garten im Jahr 2011 war von langer Hand und mit Hilfe zweier Bücher geplant (Die kleine Biogartenpraxis und Malve Mangold und Melisse), über viele Stunden mit Listen Gemüsesorten hin und hergeschoben.

Ich hatte zwei Beete zur Verfügung, denn von meinen vier Beeten beherbergt eins Blumen und eins Erdbeeren.

Auf Beet 1 stehen im Moment: 1/2 Beet mit Gründüngung, eine „Grenze“ aus Kapuzinerkresse, 1/2 Beet mit: Tomate, Kartoffeln, Mangold, Grünkohl, Gurke, Dill, und am vorderen Rand Sonnenblumen.

Überraschenderweise stand alles viel zu dicht. Ich habe noch Probleme, mir im Mai vorzustellen, wie groß so Zeug werden kann. Die Sonnenblumen an den vorderen Rand zu pflanzen war ganz besonders clever. Dann kommt man nämlich gar nicht mehr an das, was dahinter steht. Sehr schlau. Die Tomate hatte zu wenig Sonne, stand zu dicht, und bekam -wie jedes Jahr- Braunfäule. Ich hoffe, dass die Kartoffeln das überleben. Die ist also schon weg. Der Grünkohl ist im Urlaub eingegangen, was solls. Die Gurke hat eine Gurke getragen, die war immerhin auch lecker. Und der Dill war an der Stelle gar nicht vorgesehen, aber bevor ich gar keinen kriege, bleibt der mal schön da stehen. Mangold war nur eine angegangen, da brauchte nicht mal ein Kind was von essen.

Bilanz also von Beet 1: geht so. Wenn die Kartoffeln noch vergammeln, wars mal ein malerischer Fehlschlag (die Sicht wird ja von den Sonnenblumen versperrt)

Beet 2: 1/2 Beet für Mittelzehrer: Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Spinat, Dill. Als Grenze zu den Schwachzehrern eine Reihe Tagetes. Angegangen davon sind zwei Spinatpflänzchen, drei Möhren und eine Tagetes. Unkraut gejätet habe ich hier deshalb aus Trotz nicht, deswegen hier malerische Kamille zusammen mit malerischem Zeug.

1/2 Beet mit Schwachzehrern. Portulak, Knoblauch, Petersilie, Rukola, ergänzt mit Basilikum und Vergissmeinnicht. Knoblauch steht noch, Rukola hatte einen super Mai,  das Basilikum steht auch prachtvoll. Glaube ich. Denn den vorderen Rand bilden Ringelblumen, und die ringeln alles furchtbar voll.

Malerisch das alles. Aber auch nur weil „von Unkraut völlig überwuchert“ nicht ganz so gut klingt. Außerdem sind ja einige Blumen ja auch gewollt.

Im neuen Gartenjahr müssen die Erdbeeren wandern, die sollen auf Beet 1.

Und jetzt wälze ich mein Hirn wegen der Spätsommerpflanzung, aber ich ahne schon: Bevor ich sähe und pflanze muss wohl ein bißchen Biomasse weichen. Wahrscheinlich von mir. Wahrscheinlich von Hand.

Seufz.

 

 

 

 

Als Höhepunkt und Riesenüberrraschung für unsere Kinder haben wir an den Österreichurlaub noch zwei Tage Legoland drangehängt. Das was da passierte brauchte zwei Teile zum verarbeiten.

Teil I

Die Geschichte einer Bratwurst

Es waren einmal ein Mann und eine Frau. Es war abends, es war auf einem Zeltplatz. „Mhm“, sagte die Frau, „es riecht hier lecker nach Bratwurst“.

Es folgte ein kleiner Wortwechsel, der zweierlei deutlich machte. Beide hatten höchst unterschiedliches Essverhalten, und beide waren unterzuckert.

Es waren einmal ein Mann und eine Frau. Es war am Tag darauf, am Nachmittag, es war in einem Freizeitpark. Das Gespräch drehte sich in erfreulichem Geplänkel um den nahenden Feierabend und das geplante Abendessen, das in gegenseitigem Einverständnis von Nudelsuppe in Bratwurst mit Brötchen getauscht wurde.

Die Frau ließ Mann und Kinder im Freizeitpark zurück, damit sie keine Minute Legoland verpassen sollten, um besagte Bratwurst zu kaufen. Sie ging zurück zum Zeltplatz, und an der ersten Ecke stand das Zelt nicht. An der zweiten Ecke stand das Zelt nicht. An der dritten Ecke stand das Zelt nicht. An der vierten Ecke stand das Zelt nicht… Moment! Jemand hat den Anhänger gedreht.

Und das Zelt geklaut.

Und warum winkt die Frau vom Stellplatz gegenüber so aufgeregt mit den Armen?

SIE hatte das Zelt. Nicht geklaut. Mit dem parkenden Auto aufgefangen. Sie hat auch der Security bescheid gesagt, dass jemand den umgewehten Anhänger wieder aufstellt. Den voll beladenen umgewehten Anhänger.

Es gab keine Bratwurst mehr an dem Abend.

Und ein Zelt  wegzuschmeissen dauert ebenso lange, wie es aufzubauen. Vier Stunden.

Teil II

Epilog

Das Zelten abbrechen?

Wegen dem bisschen Wind?

Gut. Es sind zwei drei Schnüre gerissen.

Gut, es sind auch zwei drei Heringsösen ausgerissen.

Gut, es sind auch zwei drei Stangen gebrochen.

Und ja, wir haben auch zwei drei Fußball große Löcher in der Zeltplane.

Aber deswegen gleich aufgeben?

Aber das Shampoo ist doch im Zelt ausgelaufen, als das Zelt gegen das Auto flog.

OK. Aufgeben.

einen Tag früher als geplant, aber dafür mit herrlichem Blogcontent.

Mein Mann hat Reisetagebuch geschrieben, fleißig, jeden Tag, und ich saß da, und dachte daran, eine Art E(-motions)-Tagebuch zu führen. Aber dann hätte ich mich aus dem Stuhl hochraffen mssen, hätte zum Zelt gehen müssen, die Schuhe ausziehen, Papier und Stift holen müssen, die Schuhe wieder anziehen müssen und wieder zum Stuhl gehen, und dann wäre Fiete gekommen, und hätte gesagt Elaine, meine schöne Butter, und ich hätte antworten müssen was?!, und dann hätte er wieder gesagt Elaine meine schöne Butter, und ich wieder was?! und dann hätte er endlich gesagt Ich wollte sagen: Elaine, meine schöne Butterblume, aber du unterbrichst mich ja dauernd. Und dann wäre Anika gekommen, und hätte gesagt ihr ist langweilig, und Paul wäre gekommen und hätte seine Badehose gebraucht, um aufs Kinderfloß zu gehen, und dann wäre ich die ganze Zeit eh nicht zum schreiben gekommen.

Also hab ich’s sein gelassen.

Rund zehn Tage zelten in Österreich. Schön wars.

(Aber verpasst auf keinen Fall die Fortsetzung!)

WKSA 2017

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