Ich habe nach einem Stift gesucht, und überlegt, welcher Block wohl bis ins nächste Jahr hält, um meine Gartenweisheiten aufzuschreiben. Extra ein Heftchen zu kaufen ist zwar sehr reizvoll, aber da ich in einer furchtbaren Schreibwarengeschäftsdiaspora lebe, ist das keine kurzfristig mögliche Alternative.

Und dann kam mir die Idee. Der Rechner.

Dann auch gleich für alle.

Meine Garten im Jahr 2011 war von langer Hand und mit Hilfe zweier Bücher geplant (Die kleine Biogartenpraxis und Malve Mangold und Melisse), über viele Stunden mit Listen Gemüsesorten hin und hergeschoben.

Ich hatte zwei Beete zur Verfügung, denn von meinen vier Beeten beherbergt eins Blumen und eins Erdbeeren.

Auf Beet 1 stehen im Moment: 1/2 Beet mit Gründüngung, eine „Grenze“ aus Kapuzinerkresse, 1/2 Beet mit: Tomate, Kartoffeln, Mangold, Grünkohl, Gurke, Dill, und am vorderen Rand Sonnenblumen.

Überraschenderweise stand alles viel zu dicht. Ich habe noch Probleme, mir im Mai vorzustellen, wie groß so Zeug werden kann. Die Sonnenblumen an den vorderen Rand zu pflanzen war ganz besonders clever. Dann kommt man nämlich gar nicht mehr an das, was dahinter steht. Sehr schlau. Die Tomate hatte zu wenig Sonne, stand zu dicht, und bekam -wie jedes Jahr- Braunfäule. Ich hoffe, dass die Kartoffeln das überleben. Die ist also schon weg. Der Grünkohl ist im Urlaub eingegangen, was solls. Die Gurke hat eine Gurke getragen, die war immerhin auch lecker. Und der Dill war an der Stelle gar nicht vorgesehen, aber bevor ich gar keinen kriege, bleibt der mal schön da stehen. Mangold war nur eine angegangen, da brauchte nicht mal ein Kind was von essen.

Bilanz also von Beet 1: geht so. Wenn die Kartoffeln noch vergammeln, wars mal ein malerischer Fehlschlag (die Sicht wird ja von den Sonnenblumen versperrt)

Beet 2: 1/2 Beet für Mittelzehrer: Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Spinat, Dill. Als Grenze zu den Schwachzehrern eine Reihe Tagetes. Angegangen davon sind zwei Spinatpflänzchen, drei Möhren und eine Tagetes. Unkraut gejätet habe ich hier deshalb aus Trotz nicht, deswegen hier malerische Kamille zusammen mit malerischem Zeug.

1/2 Beet mit Schwachzehrern. Portulak, Knoblauch, Petersilie, Rukola, ergänzt mit Basilikum und Vergissmeinnicht. Knoblauch steht noch, Rukola hatte einen super Mai,  das Basilikum steht auch prachtvoll. Glaube ich. Denn den vorderen Rand bilden Ringelblumen, und die ringeln alles furchtbar voll.

Malerisch das alles. Aber auch nur weil „von Unkraut völlig überwuchert“ nicht ganz so gut klingt. Außerdem sind ja einige Blumen ja auch gewollt.

Im neuen Gartenjahr müssen die Erdbeeren wandern, die sollen auf Beet 1.

Und jetzt wälze ich mein Hirn wegen der Spätsommerpflanzung, aber ich ahne schon: Bevor ich sähe und pflanze muss wohl ein bißchen Biomasse weichen. Wahrscheinlich von mir. Wahrscheinlich von Hand.

Seufz.

 

 

 

 

Advertisements