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zu lesen und zu schauen!!!

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Jetzt ist es so weit!

Ich hatte den ersten Albtraum wegen der Kommunion.

Die ganze liebe Verwandschaft tummelte sich schon bei uns, dass Kommunionkind war fertig angezogen (und ist in den Garten zu Spielen gegangen!!!!), alle saßen und amüsierten sich, und ich hatte nichts anzuziehen. Und ich musste deswegen nicht nur meine alte Leinentunika anziehen (so eine Ähnliche hatte ich zur Kindstaufe an), sondern sie war auch noch sehr ungebügelt, und ich war die einzige, die um elf beim Bügeln auf die Uhr geschaut hat, und bemerkt hat, dass wir jetzt aber wirklich zu spät dran sind.

Weil ich ja alles kann, vor allem Größenwahnsinn, möchte ich mir mein Gewand selbst fertigen. Und weil ich mich kenne, möchte ich bis Weihnachten damit fertig sein. Ich hatte nämlich schon einen neuen Pulli für mich zur Taufe meiner Nichte und Neffen gestrickt, der kaum zwei Monate später auch fertig war, auch die Strickjacke, die ich in diesem Jahr zur Erstkommunion anziehen wollte, war zwei Woche später dann auch erst fertig.(Eventuell ließe sich diese Liste noch erweitern, aber ihr habt das Prinzip ja schon begriffen)

Nur: was ziehe ich an? Der Plan war: Lange „gute“ Hose, T-Shirt, Top, oder Blüschen, und aus dem gleichen Stoff wie die Hose eine Jacke (oder eine andere Jacke). Aber welche Farben? Der Haupteil des Stoffes sollte Leinen, oder Leinengemisch sein. Und schon da kann ich mich für nichts entscheiden. Prinzipiell gedeckte Farben, aber nicht zu dunkel. In diesem Jahr sah die Kommuniongemeinde von hinten sehr nach Beerdigung aus, das will ich nicht.

Aber mal angenommen, es ist warm? Da krieg ich ja einen Fön! Dann brauche ich einen Rock, aber welchen? Rømø? Oder einfach schmal? Und ich will Volants! Aber da brauche ich auch wieder ein anderes Oberteil dazu…. oh Mann!

Mein genauester Kritiker ist mein Mann. Ich schätze und fürchte sein Urteil gleichermaßen, erweist es sich doch oft als schmerzhaft und treffend.
Dass er sich vom Stoff an eine Kittelschürze erinnert fühlt, finde ich, ist im Rahmen. Ein Kleid von 1939 darf dass. Zum Schnitt allerdings sagte er: Das macht nicht dick. Das macht fett.
Harte Worte, und schlimmer noch, die Spiegelbilder deuten etwas ähnliches an. Also behalte ich den Pullover drüber an, und seufze leise.

Ich finde immer wieder tolle Ideen beim Me Made Mittwoch. Und manchmal erwischt es mich so, dass kurzzeitig mein Verstand aussetzt. Anders kann ich es nicht erklären, dass ich mir dieses Kleid nachgenäht habe.

Das Schnittmuster -selbstgemacht. Also selbst den Nagel in den Tisch gehauen und vergrößert.

Die Anleitung- selbstgemacht. Vorderteil mit Blende doppeln, von oben beginnend alle Nähte schließen, versäubern, den Saum von Hand umnähen.

Die Änderungen- kolossal. Vorderteil verlängert. Rückenteil vergessen zu verlängern, natürlich passten die Seitennähte dann nicht, also Zwischenteil eingefügt. Die Ärmel entpufft, aber sie sind immer noch sehr puffig, vielleicht gehe ich da noch mal dran, das Unterteil vom Ärmel gedoppelt und offengelassen, weil ich meinen Oberarmumfang falsch eingeschätzt habe. Das Miederteil verbreitert, um die Größendifferenz von Hüftumfang und Brustumfang aufzufangen. Rockteile ordentlich gekürzt. Und den schlechtest eingenähten Reißverschluss eingenäht ever.

Hilfen dabei -keine. Keine Schneiderpuppe, keine Hilfsperson zum Abstecken.

Dafür finde ich, geht’s. 😉

Hilfreiche Kommentare: Wenig. Nur: Sieht schön aus. So schön altmodisch. Wie früher, als die Frauen gearbeitet haben. Und: Haben wir über diesen Stoff gesprochen?

Es hat tolle Details, auch wenn nicht alle auf den Bildern zu sehen sind. Mir gefällt der Rockschnitt, der hinten in der Mitte so einen Schlenker macht, damit man gut gehen kann. Und der Ausschnitt. Und dass der Rücken oben leicht gekräuselt ist. Und die Rückenansicht, weil der Stofff da nicht wie ein Sack an mir runterhängt.

Alltagstauglichkeit- mal sehen. Ich fühle mich noch arg verkleidet, mit Strickjacke etwas weniger. Bewegungstauglich ist es immerhin.

 

Mehr Me Made Mittwodh gibt es hier. Einen lieben Dank an Catherine!

Wir haben unseren obligatorischen Sonntagnachmittagsausflug gerade hinter uns gebracht. Drei Fünftel wollten gerne eine Radtour machen zur nächstgelegen Möglichkeit für ein Eis. Zwei fünftel wollten eher nicht. Und eben diese zwei Fünftel hatte dann auch am meisten Probleme.
Die Strecke ist so lang, wie ein neun- und ein siebenjähriges Kind es gut bewältigen können, um es für einen gelungenen Ausflug zu halten. Kurz hin, Eis, Spielplatz, zurück, Sonntagsnachmittagsfilm kucken.
Der Vierjährige hat aber viel weniger Gänge, viel kürzere Beine und viel schmalere Schultern. Aber eine Mutter mit einem sehr weichen Herz. Du kannst nicht mehr? Ich helfe dir schieben.
Ich habe also nicht nur die Hälfte der Strecke zu Fuß zurückgelegt (Es ging hin bergauf dann bergab und zurück eben auch bergauf dann bergab. Bergauf habe ich halt geschoben.) Sondern auch entweder zwei Fahrräder geschoben, oder ein Fahrrad geschoben, und ein Kind samt Fahrrad geschoben.

Was für ein großese Glück. Denn währrend mein Mann über Schmerzen im Gesäß klagt, kann ich mich bei schmerzenden Handgelenken, schmerzenden Füßen, schmerzenden Oberarmen und einem schmerzenden Gesäß gar nicht mehr zum Jammern aufraffen.
Ich weiß nicht wie lang die Strecke ist, von hier bis zum Eis, gedauert hat sie von zwei bis halb fünf.

Die Strümpfe für meinen Opa sind just in time fertig geworden. Es war (echt jetzt!) mein Plan gewesen, die Hinreise noch zu nutzen. Das nächste Mal nehme ich auch Geschenkpapier mit, das unterstreicht die Absicht.

Ich kann aber mit gutem Gewissen niemendem empfehlen beige-graue Strümpfe zu stricken, die hauptsächlich aus drei rechts eins links bestehen. Tut’s nicht!

Da sitzt man nämlich Stunde um Stunde und der Geist kommt auf absolut blöd- und leichtsinnige Gedanken. Was man nicht noch so alles machen könnte…

Winterröcke  (es gibt da so eine Anleitung…)

Broteinwickeldinges

oder Handschuhe für drei Kinder (verrückt was? Ich und mein loses Mundwerk)

Bilder von den Strümpfen gibt es eventuell später.

Ich entscheide mich -wenn ich mich entscheide – gründlich. Jeder, der mit mir schon mal das Verrückte Labyrinth gespielt hat, kann das bestätigen. Ich denke nach, wäge ab, plane vor, wäge ab, denke nochmal nach… das dauert.

Und in der Zwischenzeit passiert gar nichts. Seit vier Jahren will ich mir zum Beispiel schon den Neiman von knitty stricken – nix passiert. Oder den Renaissance. Nix passiert. Ich schaue nach Wolle, plane Farbkombinationen, und – nix passiert.

Aber manchmal blättere ich ich nur so kurz das Internet durch, und suche gar nix, und ehe ich mich versehe ist schon die Wolle bestellt, für eine Strickjacke, die ich eingentlich gar nicht stricken sollte, weil meine Mutter sie haben will.

Ehrlich, ich kann da nix für. Die Wolle hat sich alleine bestellt. War’n  Sonderangebot. (Völlig beknackt. Ich würde zwei Tage lang trauern, wenn ich im Wollladen fünzig Euro ausgeben würde (es sei denn, es war lange geplant ;-)), aber im Internet kann ich leicht  sagen: Strickjacke mit Tuch dazu für’n Fuffi ? Super!)

Wo war ich?

Schnell mal eben ein Schnellschuss.

Da hab ich mal ein Kleid gesehen, und ehe ich zur Besinnung konmmen konnte, war es schon zu zwei dritteln genäht.

Ich habe es heute morgen zusammengesteckt. Es sieht aus, wie ein schlecht geschnittener Kartoffelsack, also hab ich es erst mal weggelegt. (Leicht angefressen übrigens) Beim Wäsche wegräumen dacht ich dann: Hm. Cordrock. Hässlich. Hm. Blumenrock. Hässlich. Hm. Jeans. Hässlich. T-Shirt hässlich, Schuhe hässlich, Gesicht hat auch schon bessere Tage gesehen, Haare auch doof.

Eventuell  hat das Kleid also später noch mal eine Chance.

 

Wir merken uns Lady Lovelace.

WKSA 2017

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