Ich finde immer wieder tolle Ideen beim Me Made Mittwoch. Und manchmal erwischt es mich so, dass kurzzeitig mein Verstand aussetzt. Anders kann ich es nicht erklären, dass ich mir dieses Kleid nachgenäht habe.

Das Schnittmuster -selbstgemacht. Also selbst den Nagel in den Tisch gehauen und vergrößert.

Die Anleitung- selbstgemacht. Vorderteil mit Blende doppeln, von oben beginnend alle Nähte schließen, versäubern, den Saum von Hand umnähen.

Die Änderungen- kolossal. Vorderteil verlängert. Rückenteil vergessen zu verlängern, natürlich passten die Seitennähte dann nicht, also Zwischenteil eingefügt. Die Ärmel entpufft, aber sie sind immer noch sehr puffig, vielleicht gehe ich da noch mal dran, das Unterteil vom Ärmel gedoppelt und offengelassen, weil ich meinen Oberarmumfang falsch eingeschätzt habe. Das Miederteil verbreitert, um die Größendifferenz von Hüftumfang und Brustumfang aufzufangen. Rockteile ordentlich gekürzt. Und den schlechtest eingenähten Reißverschluss eingenäht ever.

Hilfen dabei -keine. Keine Schneiderpuppe, keine Hilfsperson zum Abstecken.

Dafür finde ich, geht’s. 😉

Hilfreiche Kommentare: Wenig. Nur: Sieht schön aus. So schön altmodisch. Wie früher, als die Frauen gearbeitet haben. Und: Haben wir über diesen Stoff gesprochen?

Es hat tolle Details, auch wenn nicht alle auf den Bildern zu sehen sind. Mir gefällt der Rockschnitt, der hinten in der Mitte so einen Schlenker macht, damit man gut gehen kann. Und der Ausschnitt. Und dass der Rücken oben leicht gekräuselt ist. Und die Rückenansicht, weil der Stofff da nicht wie ein Sack an mir runterhängt.

Alltagstauglichkeit- mal sehen. Ich fühle mich noch arg verkleidet, mit Strickjacke etwas weniger. Bewegungstauglich ist es immerhin.

 

Mehr Me Made Mittwodh gibt es hier. Einen lieben Dank an Catherine!

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