You are currently browsing the monthly archive for November 2011.

Und, was gibt’s sonst so?

-Ahhh, meine Spülmaschine ist kaputt.

Das ist ja witzig, meine auch. Sumpfpumpe, sagt mein Mann.

-Nein! Bei uns auch. Aber ich kann ich die Spülmaschine in der Gemeinde benutzen.

-...Ich nicht. Ich spüle mit der Hand.

….. drei Tage später…

– Du, eure Spülmaschine ist doch auch kaputt gewesen, wie habt ihr die denn wieder hinbekommen?

Noch gar nicht, ich spüle immer noch mit der Hand.

-Wir sitzen hier gerade davor und wir haben Wasser unten drin, und weißt du,was man da machen kann?

Nee, keine Ahnung.

…..

…drei Tage später…

Was ist denn eigentlich aus eurer Spülmaschine geworden? Wir sitzen nämlich gerade davor und da ist Wasser unten drin…

-Tja, wir haben gesucht, und gemacht, na und jetzt haben wir ne neue.

!!!! Du machst mir Hoffnung…..

 

Tja, wir haben dann auch gemacht und gesucht, und jeglichen Respekt verloren, aber spülen tut sie immer noch nicht.

 

Und nun? Miele Miele sagt die Tante, die alle Waschmaschinen ah Spülmaschinen kannteEmoticon and smilies (sagt mein Mann. Dann passt sie aber wenigstens zu unserem Staubsauger)

Vielen Dank .

Diesmal an das Novemberwetter. Der warmste, sonnigste, trockenste November ever. Und keiner beschwert sich.

Ich find’s ’n bißchen doof, das Wetter. Zu sonnig. Aber davon abgesehen bin ich sehr dankbar. Zwölf Grad und Sonne über Wochen hinweg, da kann man gar nicht in Vorweihnachtsstimmung kommen. Aber man kann sich ausmalen, wie schön heimelig und vorweihnachtlich man sich fühlen würde, bei zwei Grad und Regen, oder noch besser, beim ersten Schnee. Automatisch summte man Schneeflöckchen, Weißröckchen, und Leise rieselt der Schnee, und dann ist es nicht mehr weit zu Alle Jahre wieder und Oh du Fröhliche. Und damit ist man auch schon in der schönsten Weihnachtsvorfreude.

Das kann man denken. Und man kann behaupten, dass man sich gar nicht mehr an letztes Jahr erinnert.

Und ich sags doch. Leise rieselte der Schnee, und mir war kein bißchen vorweihnachtlich.

So.

Jetzt ist es raus.

Trotz alledem wird auch in diesem Jahr wieder der erste Advent stattfinden, und nicht unbeleuchtet. Obwohl ich diesmal nicht die freien Stunden im Sommerurlaub für die Planung des Adventskranzes genutzt habe.

Ich werde zu alt. Die Jahreszeiten rasen.

Bitte sehr:

Zum Vergleich: 2010 2009 und 2008

Musik dazu.

 

Stricken klärt die Gedanken.
Ich hatte gestern lieben Besuch, mit dem ich in die Stadt gegangen bin, und natürlich auch in einen Wolladen. Und stellt euch dieses Drama vor: Ich wurde auf ein oder zwei Knäuel eingeladen. Und ich wollte keins. Dabei gab es sogar Noro. Und Seide. Und Lace. Und reines Schaf. Und kein Knäuel flüsterte: Nimm mich! Nimm mich jetzt! Nur ein wohliges Schweigen. Ich wäre gerne in den Wolladen eingezogen. Aber mitnehmen wollte ich nix. Kein Plan.
Furchtbar.
Also habe ich ein Verlegenheitswerk angefangen. Ich hatte mir für eine Garnitur (ja ’nen kleinen Schaden hab ich schon) Unterwäsche Wolle gefärbt. Ich hatte dabei ein mattes grün vor Augen. Grün -soviel kann man sagen- ist die Wolle auch geworden. Nur halt sehr …. häßlich. Aber vielleicht ist sie ja verstrickt eine Augenweide, und sieht nicht aus, wie direkt von der Bundeswehr. Und während ich (Sockewolle + umfangreiche Figur + in Runden gestrickt) so meine 2300 Maschen stricke, klären sich wie von selbst meine Gedanken. Mein nächstes Projekt wird Tempest. In weiß und beige. (Oder vielleicht auch in giftgrün und türkis)

Und wenn wir schon mal bei Plänen sind: Nächstes Jahr gibt es bei uns in der Familie einen zehnten, einen dreißigsten, einen vierzigsten, einen fünfzigsten, einen sechzigsten, und ich glaube auch einen ziebzigsten Geburtstag. Sagt selbst. Ich brauch mehr Kleider, oder? Also will ich auch noch ein Vlieland-Kleid aus schwarzem Romanit-Jersey. (Und noch unbedingt mal was von Colette, und noch ein ordentliches Vintage-Kleid, und ein Seidenunterkleid…..)

 

 

Heute mal ein komplettes Bild, zum ersten Mal mit Selbstauslöser und ungeputzten Schuhen. Selbige sind der morgendlichen Hunderunde geschuldet.

Von oben nach unten: Schalkragen von Lady Lovelace.

Longsleeve mit selbsterdachtem Schnitt und halsfernem Ausschnitt (ein bißchen arg halsfern für den Winter, darum der Kragen)

Neuer Jeansrock. Das Design ist eine Inspiration aus dem Stoff und Stil Katalog, der Schnitt aber einfach nur der bewährte Rømø. Ich liege bei diese Schnitt zwischen zwei Größen, habe das aber beim Zuschneiden ignoriert (ich weiß nicht wieso), und darum sitzt der Rock jetzt sehr leger.

UWYH: Der Rock besteht aus abgewetzten Jeans, die ich schon mal voller Wut in Stücke gerissen habe. Danke an Stoff und Stil, dass ihr das bei dem Rock-Design bedacht habt.

An dieser Stelle sagen wir noch mal Danke und auf Nimmerwiedersehen, nämlich an die Legging, die, wie alle Jahre wieder für die Musik des Tages sorgt: … My tighs slip when I ‚m walking…

Dank an Catherine und viel Spaß bei den anderen.

Catherine von Cat und Kascha hat zu einem Weihnachtskleid Sew Along aufgerufen.

Geht mal da kucken und lest dann weiter. Ich warte so lange hier.

Wieder da?

Weihnachten! Kleider! Sew Along! Innerer Lemming. Keine Frage, ich bin dabei.

Dachte ich. Bin ich aber nicht. Und es wurmt mich, sonst hätt ich es gar nicht erwähnt. Ich würde gerne von mangelder Inspiration schreiben und warum ich sonst  das mache was ich mache wenn ichs mache.* Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich einfach nicht die Zeit dafür. Eventuell auch nur nicht genug Willenskraft. Auf alle Fälle klappt’s nicht. Das hab ich heute nämlich ganz eloquent festgestellt, weil die Blogeinträge dafür alle gestern schon da waren. Also ohne mich diesmal.

Seufz.

*Ab und zu mach ich ja mal was Hals über Kopf. So wie andere wohl auch. Ob sie es aber aus so überzeugenden Gründen tun wie ich? Ich habe meine Zweifel.

Diese Strickjacke brauchte ich sofort. Weil -klar- dieses Modell eine tolle Frisur hat, und wenn ich die Strickjacke gestrickt habe, dann sehe ich mit hochgesteckten Haaren nicht so aus wie Frau Tymoschenko.

Dieses Kleid von Catherine brauchte ich un.be.dingt. Sofort. Weil Catherine auf so überzeugende selbstbewusste Weise tolle Kleider trägt und das mit einer Haltung….wow. Und wenn ich das gleiche Kleid nähe, dann bin ich auch sofort so selbstbewusst, und das Kleid ist dann auch automatisch gleich auch toll  und meine Haltung ist dann auch sofort gerade und selbstbewusst…

Im November ist ja gerne mal Buß und Bettag gewesen. Willkomener, evangelischer Feiertag, also ohne irgendwelche Verpflichtungen. Und darum mit guten Taten überbelegt.

Traditionell wurde am Vortag vom Buß- und Bettag die Chorfreizeit des Schulchores veranstaltet. Ich war -genaugenommen- nicht hauptsächlich wegen des Singens im Chor. Mehr so wegen der Möglichkeit, meinen pubertären Verpflichtungen nachzukommen, nämlich große Jungs anzuhimmeln. Und da war da dieser eine Bass mit den schönen Augen…Da war ich eventuell ein klein bißchen verknallt. Eventuell. Ein bißchen. Zu schade, dass ich zu unmusikalisch bin, um im Alt zu singen, der sitzt näher am Bass.  Die Tenöre, die dichter am Sopran sitzen, waren immer so albern.

Die Chorfreizeit fand bei unserem Chorleiter zu Hause statt und lief nach festen Regeln ab, die unter anderem einen „Puschenzettel“, Vollkorspagetti, und nächtliches Singen auf der Dachterasse beeinhaltete. Zum verstärkten Anschwärmen kam es eigentlich nie, weil die Schwarmziele um die achtzehn waren, und lieber Vergnügungen der Provinzhauptstadt genossen, als den Abend mit Kindern zu verbringen.

Nichts desto trotz wurde gesungen:

Buß und Bettag. Frei und Gelegenheit für Matscherei. Unsere katholische Mädchengruppe (Eieiei. Wenn man bedenkt, wie ich sozialisiert bin, dann bekommt mein Verhältnis zum hiesigen Geistlichen aber ein ganz anderes Gewicht), trug einen Stand zum Adventsbasar der Frauengemeinschaft bei. Der Basar bestand aus einem Kuchebuffet, unserm Stand, und einem großen Flohmarkt. Frühere Flüchtliche trennen sich nur ungern von Dingen. Und wenn sie sich von was trennen, dann nur, weil es weg kann. Und weil fast alle frühere Flüchtlinge waren, gabs da also nur Dinge, die wirklich weg konnten.

Aber an unserem Stand gab es selbstgebastelte Weihnachtskarten, fertige ewige Adventskränze und Pralinen. Die wurdenbei uns in der heimischen Küche gefertigt. Es kamen immer mal zwei, drei Mädchengruppenmädchen um Pfefferminztaler und Choco-Crossies zu machen. Das größte Gematsche waren aber Rumtrüffel und Nusstrüffel. Und die machten immer Steffi, Ana und ich an Buß- und Bettag.

Und ich sage euch, je länger das kühle Treppenhaus mit Schüsseln und Blechen voller Pralinen vollstanden, desto öfter musst ich mal die Treppe hoch oder runtergehen.

Ein kleiner Faux-Pas ist mir unterlaufen bei dem ganzen faszinierenden FBA-Gehabe. Normale Schnitte sind auf Körbchengröße B ausgelegt. Colette-Schnitte bieten durchaus Raum für Körbchengröße D. Da brauch auch ich keine Vergrößerung mehr. Ich habe aber trotzig weitergemacht, in meinem Fundus war noch ein Rest Seide (!). Aber ich musste meine Arbeit unterbrechen. Bevor ich den Schrägstreifen aus dem Stoff schneiden konnte, musst ich kurz kucken, ob es für einen Unterrock reicht.
Reicht. Also muss ich kurz einen Unterrock nähen. Und natürlich kurz ausprobieren, ob selbstgehäkelte Spitze dazu aussieht. Das ist mein Plan für heute abend. (Und früher ins Bett, weil ich früher die Küche aufräume, oder noch besser aufräumen lassen werde, und früher mit dem Hund gehen werde. Und vielleicht schlafe ich heute ja mal in meinem Bett. Vielleicht. Zwei Kinder rauszuschmeissen war mir zu viel Aufwand, da bin ich lieber ins Kinderzimmer gegangen.)

Ich schummele ein bißchen. Ich trage das, was ich zeige grade gar nicht. Es ist zu warm(!).

Eigentlich ist es eine Strickjacke, aber bei der letzten Strickjacke, die ich gestrick habe, war ich mit der Verschlussblende nicht zufrieden, also habe ich gleich einen Pullover draus gemacht. Der Kragen ist nur aufgelegt, und wärmt auch ohne den ganzen Pullover sehr nett. Es handelt sich um Lady Lovelace aus der Knitty, und ich kann euch sagen, es fühlt sich nicht nach Lady an, nicht nach Love und auch nicht nach Lace.

Es fühlt sich an wie rotes Schaf.

Und es ist auch so warm, wie ich mir ein lebendes Schaf vorstellen. Allerdings zieht es ein bißchen durch das Lochmuster am Ärmel.

Gestrickt habe ich ihn schon vor ein paar Wochen, aber als ich ihn zu irgendeinem Mittwoch anziehn und fotografieren wollte, da war er einfach zu kurz. Also habe ich den Körper wieder aufgeribbelt und um dreizehn Zentimeter verlängert.

Und weil die Wolle reduziert war, und es die nicht mehr gibt, habe ich auch den Kragen nochmal aufgeribbelt, damit die Wolle für den Pullover reicht, und den Kragen nochmal neu und kleiner gestrickt. Jetzt brauch ich abends kein Feuer mehr im Ofen machen, ich habe ja mein rotes Schäfchen.

Vorrausgesetzt, ich habe ihn am Tage nicht irgendwo rumliegen lassen, denn sonst hat ihn sich mein Kleinster unter den Nagel gerissen. Er tritt zwar drauf, wenn er ihn trägt, aber das scheint ihm zu gefallen.

Die anderen Herbstsachen gibt es hier, und der Dank geht an Catherine!

 

Ich gehe heute mit meinem Chor singen. Auf dem Friedhof.

Dieses hier:

 

Wir singen zwar, und spielen kein Streichquartett, aber schön isses trotzdem.

WKSA 2016

WKSA 2015

WKSA 2015

Seiten

November 2011
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930