Stricken klärt die Gedanken.
Ich hatte gestern lieben Besuch, mit dem ich in die Stadt gegangen bin, und natürlich auch in einen Wolladen. Und stellt euch dieses Drama vor: Ich wurde auf ein oder zwei Knäuel eingeladen. Und ich wollte keins. Dabei gab es sogar Noro. Und Seide. Und Lace. Und reines Schaf. Und kein Knäuel flüsterte: Nimm mich! Nimm mich jetzt! Nur ein wohliges Schweigen. Ich wäre gerne in den Wolladen eingezogen. Aber mitnehmen wollte ich nix. Kein Plan.
Furchtbar.
Also habe ich ein Verlegenheitswerk angefangen. Ich hatte mir für eine Garnitur (ja ’nen kleinen Schaden hab ich schon) Unterwäsche Wolle gefärbt. Ich hatte dabei ein mattes grün vor Augen. Grün -soviel kann man sagen- ist die Wolle auch geworden. Nur halt sehr …. häßlich. Aber vielleicht ist sie ja verstrickt eine Augenweide, und sieht nicht aus, wie direkt von der Bundeswehr. Und während ich (Sockewolle + umfangreiche Figur + in Runden gestrickt) so meine 2300 Maschen stricke, klären sich wie von selbst meine Gedanken. Mein nächstes Projekt wird Tempest. In weiß und beige. (Oder vielleicht auch in giftgrün und türkis)

Und wenn wir schon mal bei Plänen sind: Nächstes Jahr gibt es bei uns in der Familie einen zehnten, einen dreißigsten, einen vierzigsten, einen fünfzigsten, einen sechzigsten, und ich glaube auch einen ziebzigsten Geburtstag. Sagt selbst. Ich brauch mehr Kleider, oder? Also will ich auch noch ein Vlieland-Kleid aus schwarzem Romanit-Jersey. (Und noch unbedingt mal was von Colette, und noch ein ordentliches Vintage-Kleid, und ein Seidenunterkleid…..)

 

 

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