Es fängt ja immer klein an. Überschaubar. Auch mein Nähprojektstapel. Am Anfang war da nur das Kleid zur Kommunion (meins, nicht ihres!). Das lag da, und wartete auf Motivation, und ich habe auch schon einige Nähte genäht, nur fertig ist es eben noch nicht.

Dann kam mein Töchterchen in die Küche, und ist in ihrer kurzen Abwesenheit (sie war in ihrem Zimmer, glaube ich) einfach fünf Zentimeter gewachsen, ohne das vorher anzukündigen. Und da möchte ich doch gerne, dass das Kind wieder langärmlige, bauchbedeckende Pullover tragen kann, und schneide schon mal was zu. Und packe es auf das Kleid.

Schon ist es ein Stapel geworden. Und dann kommt ja überraschend auch noch Karneval, und nur, um meine Jungs von Star Wars Clone Trooper Kostümen abzuhalten, habe ich ihnen einen Obi-Wan-Kenobi-Mantel und einen Darth-Vader-Umhang versprochen. Ab auf den Stapel. Und das Töchterchen? Vampir. In selbstgenähtem Pannesamt.  Fertig ist der Turm. Fehlen nur noch ein paar Zinnen aus „Ich könnte doch eigentlich noch so ein Stricktäschchen nähen“. Und ein kleiner Anbau vielleicht, denn wer weiß denn, was im April für ein Wetter ist, ich brauch unbedingt auch noch einen Hosenanzug, nur für den Fall.

Und dann.

Dann näht mein Maschinchen einfach nicht mehr.

Und der Turm.

Der wackelt.

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