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Jaaa.

Ja.

Ich bin bis hier gekommen, ich habe einiges gelernt.

Und gestrickt habe ich auch.

Nur fertig bin ich eben nicht.

Mickrig, könntet ihr sagen. Sieht auch so aus. Großartig, sage ich, denn ich weiß, dass ich nur noch zwei Runden zu stricken habe, bis die Ärmel stillgelegt werden, und dann werde die Runden endlich kürzer. Und dann sieht man vielleicht schneller was ich stricke. Ich weiß nicht mal, wieviele Maschen eine Reihe hat, aber vier Reihen sind eine Dreiviertelstunde.

Vor vier Wochen war der Stand noch so:

Mein erklärtes Ziel für heute war, die Strickjacke am Objekt zu zeigen. Und das habe ich auch geschafft.

Ich hatte ja Probleme, eine Anleitung zu finden, habe spät angefangen, mich nochmal umentschieden, und Ostern noch mal von vorne angefangen.

Also: zitiere ich nocheinmal meinen Vater: Leg Gesinnung ins Tun. Auch ins geringste.

Und: Die Vorbereitung ist oft wichtiger als die Arbeit selbst.

Also beim nächsten Knit/Sew-Along nicht am Anfang hektisch werden, und am Ende alles in Ruhe von vorne anfangen, sondern lieber am Anfang trödeln, und am end hetzten, aber zwischendurch die Arbeit nicht für ein Teil für die Tonne verschwenden.

Ich bin mit dem Jäckchen sehr zufrieden, und freue mich darauf, das es fertig wird.

Vielen Dank, liebe Catherine für die Durchführung des Knit-Alongs, und für das Sammeln der Zuspätgekommenen.

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Die Oma hört auch so eine Art Saltatio Mortis. Halt nur etwas älter.

Er: Kuck mal, RückfahrKAMERA! Radio mit USB! Navi mit touch!

Sie: Kuck mal, die Lücke zwischen Gangschaltung und Handbremse passt genau für meine Handtasche.

Freitags habe ich frei. Zeit für den Einkauf, Zeit zum Putzen, Zeit, die Kinder zum Aufräumen zu ermuntern, und um ein Kind zum Sport zu bringen.

Es sei denn, ich arbeite doch mal. Dann ist mittags noch nicht eingekauft, dann flatter noch keine frisch gewaschene Wäsche im Wind.

Dann haut der Nachmittag sich mir um die Ohren. Kochen peng Essen peng Hausaufgaben peng Hundrunde peng ein Kind zum Kindergeburtstag peng. Einkaufen, aber mit vergessenem Zettel, also unbefriedigend. Peng. Hosen kaufen, ungeliebt, aber unausweichlich, peng ein Kind zum Sport bringen, Einkaufszettel schreiben. Ungefähr vierzig Minuten, bis ich wieder los muss. Dann wieder peng peng peng. Kind abholen, Abendessen, Hunderunde,Kinder ins Bett bringen, Wäsche machen.

Dann habe ich den ganzen abend Zeit, mich zu grämen, dass ich nichts beschickt habe.

Ich ging im Netz so für mich hin

und nichts zu suchen war mein Sinn..

da stieß ich auf folgenden Artikel bei Coletterie. Im Groben geht es darum, ob man näht, was man braucht, oder nur, was man gerne nähen möchte.

Volltreffer, würde ich sagen, wenn ich mir zum Beispiel das angefangene Seidenkleid zu der angefangenen Blusenjacke lege, und definitiv nichts anzuziehen habe.

Die Damen haben eine Grafik gemacht, wo sie sind, und was sie dabei tragen. Also auf der Arbeit, einkaufen, auf der Couch und so weiter. Und erstaunlicherweise tragen sie auf der Couch keine Etuikleider, und zum Joggen auch nicht, also ist das Bedürfnis nach einem Etuikleid vielleicht nicht der reinen Notwendigkeit geschuldet.

Und ich?

Aufstehen,  Fertigmachen, Arbeiten, Kochen, Rumlungern, Haushalt, Kindertaxi, Gartenarbeit, Haushalt, Kochen, Hunderunde, Rumlungern.

Der Dresscode auf der Arbeit lässt mir alle Freiheiten. Die Kollegen tragen Jeans und Hemd (oder Jeans, T-Shirt und Pullunder), und die Damen sitzen in anderen Büros. Da kann ich mich anpassen, kann es aber auch sein lassen.

Zu Hause ist es nur wichtig, das Hundehaare nicht hängenbleiben. Und dass ich denke, ich trage mehr als eine Jogginghose.

Ich könnte schick ins Büro gehen, und mich dann umziehen, aber eventuell bin ich dafür zu faul. Ich könnte in Jeans und Beilage ins Büro gehen und zu Haus so bleiben, aber dafür kauf ich zu ungerne Jeans.

Ein Drama.*mitdemHandrückenandieStrinschlag*

Immerhin hab ich mal drüber nachgedacht.

(Vielleicht gibt es ja bald eine Homewear-Collection von Colette Patterns)

Und gerade heute sehe ich ein, dass mein Überleben nicht von drei neuen Kleidern abhängt. Zumindest heute.

Win (1): Das braune neue Seidenkleid muss nicht bis Freitag abend fertig werden.

Win (2): Meine Schwiegermutter muss nicht die Last des Baysittens auf sich nehmen.

Win(3): Im Gegenzug erspart sich mein Mann die Last eines Schwiegermutterbesuchs.

Und trotzdem finde ich, es wäre schöner, wenn wir zusammen ausgehen würden, anstatt dass einer von uns alleine nach Taiwan fliegt.

Ja. Frühlingskäckchen-Knit-Along-Finale.

Ich fass mich kurz. Der Plan (nämlich ein bißchen eher anfangen als der Rest, fleißig vorarbeiten, und dann lässig alle gemeinsamen Blog-Termine einhalten) war gut. Echt. Und das minimale P im Hirn für: Das kann nicht gehen, das habt ihr gar nicht gesehen, oder?

Und als Catherine zum Frühlings-Jäckchen-Knit-Along aufrief, da war das, was kam, ja gar nicht abzusehen. Aber dann habe ich mehr oder weniger überraschend angefangen zu arbeiten. Und erstaunlicherweise gleich vier Stunden weniger Strickzeit am Tag. Das kann das Ergebnis ja mal beeinflussen. Dann hatte ich Wolle, die unglaublich eigensinnig ist, damit habe ich nicht gerechnet. Sie wollte Driven werden. Hab ich angefangen, hat nicht so hingehauen, hab ich wieder sein gelassen. Vor lauter ich muss jetzt was stricken, sonst werde ich nie rechtzeitig fertig habe ich versäumt, mal nachzudenken, und auf die Wolle zu hören. Ich habe also fleißig an der zwischenzeitlich angeschlagenen Boyfriend-Cardigan gestrickt, und von Knäuel zu Knäuel gefiel es mir weniger, und schlussendlich, vor zwei Wochen, habe ich mich dann doch wieder für Driven entschieden. Ich bin auch gut voran gekommen, aber, wie schön, wir hatten Erstkommunion, und vor lauter Putzten, Vorbereiten und Ichhabnichtsanzuziehen* bin ich nicht zum Stricken gekommen.

Daher ist das mein Final-Bild

Andere ergreifende Geschichten, tolle Bilder und erfolgreichere Strickerinnen gibt es hier bei Catherine.

* Ichhabnichtsanzuziehn bedeutet (aber nicht lachen):

Braunes Seidenkleid angefangen, Nähte sind doof, Ausschnitt sitzt nicht, Schultern sitzen gar nicht, ist also nicht mal eben fertig zu bekommen.

Graue Leinenbluse. Hätte mir mal einer sagen können dass eine kittellange kittelfarbige Bluse aussieht wie ein Kittel? Also erstmal Arbeitsstop.

Das Swing-Dress-Kleid. Baumwollleinen von Stoff und Stil. Pass nicht zum Schnitt. Mist. War auch die falsche Farbe.

Gestern:

 

und heute:

 

Am Ostersonntag war tatsächlich Stiile in meinem Kopf beim Aufwachen.

…cause though the truth may vary

this ship will carry our bodies safe to shore….

Of Monsters an Men, gerne gehört, daher hier schon mal gewesen.

Kleine Plauderei obendrauf:

Ich bin gestern ein bißchen Fahrrad gefahren. Kleine Rechenaufgabe. Mit dem Auto braucht man von Ort A zu Ort B sieben Minuten. Mit dem Fahrrad zwölf. Wie lange braucht man dann von Ort B zu Ort A mit dem Fahrrad? Richtig. Eine Stunde.

Dabei bin ich bei einem Marienaltar vorbeigekommen und habe mir die Erläuterungstafel durchgelesen. Das war der Ort, wo früher der Zehnte für das Kloster gesammelt und abgegeben wurde. Der lag an der Grenze zweier Ortschaften und es kam häufiger zum Streit, also musste ein Mönch des Kloster schlichten. Bis er  dabei erschlagen wurde. Wenn ich bedenke, dass hier an jeder zweiten Ecke solche Altäre stehen. Ui.

WKSA 2017

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