„Mütter verfügen über  großes Organisationtalent und Verantwortungsgefühl…“ hörte ich mal im Radio. Stimmt eigentlich, dachte ich.

Das fiel mir heute Morgen wieder ein, als ich zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder drei Kinder  vor der Arbeit  tagesfertig machen musste.  Also muss erst ich aufstehen, duschen, frühstücken, drei Kinder wecken, dreimal Anziehsachen rauslegen(merke: Anikas Schrank ist leergefegt – waschen!), drei Frühstückswünsche abfragen. Mein Pausenbrot schmieren, dreimal Frühstück (einmal Müsli  –merke: Haferflocken einkaufen, einmal Nutellatoast – das Brot ist eigentlich noch gefroren, aber toasten geht leider nicht, einmal „ich weiß nicht, was ich essen soll“ –merke: Morgen warmen Kakao anbieten oder Leberwurst kaufen) gemacht. Drei Pausenbrotwünsche abgefragt (drei Aprikosen, ein Nutellabrot, einmal nichts, Obsttütchen für alle drei), drei Getränkewünsche abgefragt (Wasser, nichts, Erdbeerwasser –leider  alle –merke: Erdbeerwasser kaufen). Dreimal waschen geschickt, dreimal Sonnenmilch verteilt, dreimal Schuhe anziehen geschickt.  Kindergartentasche mit Zahnpasta und Zahnbürste ergänzt. Dreimal gefragt, ist dir warm genug, willst du eine Jacke?(Ja –merke: Jacke waschen, Nein, Ja, aber nicht die, die da hängt –merke: Jacken suchen), alle zum Auto geschickt, zurückgegangen, zwei vergessene Taschen geholt, nochmal zurückgegangen, Handy geholt.

Kind den Kindergarten gebracht, ein bisschen Erzieherinnen-Smalltalk, ermutigend zugelächelt, der erste Tag ist immer doof, außerdem war der Haken weg, und wir brauchten einen neuen Haken mit einem neuen Bild, in den Ferien wurden die Gruppen gewechselt.(Merke: Kochgeld bezahlen)

Zwei Kinder in die Ferienbetreuung gebracht, ein bisschen Erzieherinnen-Smalltalk, ermutigend zugelächelt, der erst Tag ist immer doof, und dann schon entspannt zu Arbeit.

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