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Sechs Uhr Sonntag abend, meine WKSA-Deadline. Zehn nach sechs ziehe ich das Kleid unter der Nähmaschine hervor. Ungesäumt und ohne Reißverschluss, aber sonst in allen Teilen ein weihnachtliches Kleid.

Ich laufe zum Fotografen, lasse Bilder machen, staune.

Ich und ein Kleid, dass zwei Tage vor dem Anziehanlass fast fertig ist – das hat es noch nie gegeben. Ich war doch die, die den tollen grünen Pullover zur Taufe fertig habe wollte. Die war im Herbst, der Pullover war im Frühjahr darauf auch soweit.

Oder der Gehrock zur Kommunion meines erstgeboren Kindes. Ist immer noch nicht gesäumt, und das zweite Kind ist auch schon zur Kommunion gewesen.

Das ist mein Stil.

Da verwundert es nicht, dass das Kleid sich der Fertigstellung aufs hinterhältigste widersetzt. Wie wir uns erinnern, habe ich das Oberteil zweimal zur Probe genäht und fleißig verlängert. Auf den Rockteil habe ich mangels Reststoff verzichtet, und vor lauter Vorne-Anpassen ist mir leider entgangen, dass auf der Rückseite unten irgendwann auch mal der Arsch anfängt.  Oben sitzt es also halbwegs, aber unter dem Mittelteil ist es … äh… zu eng. Man sieht deutlich den Mutter-von-drei-Kindern-Bauch.

WKSA finale 1WKSA FInale 2

Ich bin ja nur froh, dass ich jetz wieder im bekannten Modus bin: Ich hab nichts anzuziehen.

Wie es bei den anderen zugegangen ist findet ihr hier.

Vielen vielen Dank für die Organisation. Alleine wäre ich nie auf die wahnsinnige Idee gekommen, mir im Advent ein Kleid zu nähen, und fast fertig zu bekommen.

***

PS: Im Frühjahr ist wieder Kommunion, mein Neffe diesmal, bis dahin könnte es ja fertig sein….

***

*/Edit:

Zwei Tage später und noch kurz vor Heilig Abend  ist das Mittelteil neu zugeschnitten und habe ich alle Unsauberkeiten des Schnittes ausgemerzt. Das ergibt die fehlenden Zentimeterchen. Der Saum ist grottig und der Reißverschluss  kommt mit in die Top Ten der am unsaubersten eingenähten Reißverschlüsse.

ABER: Es ist tragbar. Im schumrigen Kerzenschein allemal.

WKSA Finales finale

Für völlige Zufriedenheit müsse ich das Mittelteil nochmal (stöhn) abtrennen, etwas weiter oben annähen; der Reißverschluss, der unsaubere kann raus, der Stoff lässt mich auch so rein. Die Rockbahnen müssten nochmal gekürzt werden und dann neu gesäumt. Aber dann!

Aber dann.

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Zeitfresserchen. So heißt mein Weihnachtskleid.

Möchte man ein ordentlich sitzendes Kleid habe, ohne die selbe Figur zu haben, die der Schnittersteller hat, dann ist das ja man eine Heidenarbeit. Dieser ganze Unfug mit Probeteilen. Passt nicht, passt immer noch nicht, und dann bin ich immer noch nicht zufrieden.

Das erste Probeteil war in den Schulter viel zu weit, in der Taille knapp, in der Länge nicht aktzeptabel.

Das zweite Probeteil war in den Schultern ok, im Rücken zu eng, in der Taille ok und in der der Länge… zu kurz.

Ein Bild habe ich nicht gemacht. Ich war zu frustriert.

Ich habe also vom Schnittmuster das Rückenteil zum dritten Mal abgezeichnet, den Ärmel zum zweiten Mal abgezeichnet,  und das Vorderteil zum dritten oder vierten Mal. Und jetzt kommt’s:

ICH MACHE KEIN DRITTES PROBETEIL!

Zefix. Entweder, es klappt, oder es klappt nicht. Ich schneide jetzt in den Original-Stoff.

Selbigen habe ich in der Zwischenzeit übrigens gefärbt. Ich hatte den Stoff in Imternet bestellt und natürlich hatte er den falschen Farbton (Ich bin ja farbberatener Fühlingstyp ;-)). Das ist aber nicht schlimm, das kommt davon, wenn man nicht in einen Laden geht. Ich habe dann -wieder im Internet- rehbraune Farbe besorgt und den Stoff gefärbt. Jetzt ist er dunkelrot, und hat einen viel wärmern Ton. So sollte es sein.

Rechts die alte Farbe, links die neueFarbprobe(Und bitte gratuliert mir dazu, ein Stückchen ungefärbten Stoff aufgehoben zu haben)

Mehr Frust und Freude hier.

Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid

Soweit zur Theorie. Ich habe ein Probeoberteil genäht. Und währenddessen fröhlich vor mich hingepfiffen. Heititeiti, ssst eine Naht, und ssst noch eine Naht, das ist ja wie ein Spaziergang.

Und dann habe ich das Oberteil angezogen und in den Spiegel gekuckt. Und verspürte den dringenden Wunsch mir eine Fleccejacke zu Weihnachten zu nähen und diesen ganzen Haufen hinzuschmeissen.

Hier eine Impression

Swing dress Muslin

Interessanterweise sieht das Bild ganz anders aus -zu groß-, als es sich anfühlt -zu klein-.

Die Schultern gehen gar  nicht, die sind deutlich zu weit. Der Ärmel ist aber eher zu eng als was anderes. Das Oberteil ist zu kurz, fast zwei Inch (bei Amerikanischen Schnittmustern mache ich mir nicht die Mühe irgendein Maß umzurechnen. Ich besitze tollerweise ein Inch-Maßband und kann im Thema bleiben), der Mittelteil ist zu eng.

Also zeichne ich die Schnitteile nach mal neu. Das Vorderteil in zwei Nummern kleiner mit FBA. Das ergibt aber nur einen Inch an mehr Länge, also verlängere ich das Teil nochmal. Der Mittelteil kriegt einen Inch dazu, und bei den Ärmeln werde ich den Schitt einfach in der Mitte teilen und eine geraden Streifen einfügen. Das ist zwar nicht die hohe Kunst des Ärmelerweiterns, aber das der Ärmel oben angekräuselt wird, müsste es hinhauen.

Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, das Oberteil durch McCalls 6503 zu ersetzten. Der liegt hier fertig FBAt, aber ungenäht.  Ein Risiko. (Außerdem muss ich bei McCalls immer an Dreckskleid denken, auch wenn es ein anderes ist)

Wie auch immer. Die neuen Schnittteile sind noch nicht alle fertig. Ich werde also auch in Zukunft noch was zu tun haben.

Die anderen Damen und Herren mit ihrer Weihnachtskleidung findet ihr hier. Vielen Dank für diese tolle Aktion!

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie senkte finster den Blick.

Herrausforderung, murmelt sie.

Pah. Einfach kann jeder.

Das war, als sie im ersten Laden nach Tannengrün schaute.  Ausverkauft. Der zweite hatte massig Tannengrün. Und schon geschlossen. Ebenso wie Laden drei und vier. In Laden fünf  und sechs war ebenfalls alles ausverkauft. Also musste sie am Sonntag morgen im Dorf  Tannegrün …äh… besorgen gehen. Nicht richtig klauen. Mehr so … aufsammeln.

Für ein glitzerkitschfreies Adventskranzdings.

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