Heute ist der letzte Tag der Eisheiligen, die kalte Sophie. Sehr pünktlich, recht kalt. Klar, dass man vorher keine Tomaten in den Garten setzt.

Es war ja vor zwei Wochen  schon sehr kalt, und „Claudia,“ dachte ich so, „Claudia, du musst heute Nacht die Tomaten abdecken. Denk dran!“

Aber dann habe ich den Abend in der Notaufnahme verbracht, mit dem Gatten diesmal, und das hat dann den Nachtfrost aus meinen Gedanken vertrieben. Der Herr Gemahl hat meine kurze Abwesenheit* genutzt, um sich die Fingerspitze des linken Zeigefingers abzutrennen, und – ganz ehrlich – ich habe zwei Wochen nichts gesagt, weil mir immer noch latent schlecht wird, wenn ich daran denke. Es fehlt aber nicht allzuviel, und das abpe Teil werden wir noch angemessen bestatten.

Ich habe einfach nochmal neue Tomaten besorgt, denn die ersten sind in der Tat erfroren.

Nach einem ausgesprochen guten Start in die Gartensaison, mit vielen vorgezogenen Pflänzchen will es jetzt nicht so recht vorwärts gehen. Der Spinat kommt nicht, die Möhren kommen noch nicht, Tomate, Gurke, Peperoni waren erfroren, die Kapuzinerkresse fast, und in dem Mangoldkästchen habe ich Unkraut gejätet und alles rausgezupft, was nicht nach Möhre aussah!

Die Radieschen gedeihen immerhin ganz prächtig.

* Ich habe im Februar die provisorische musikalische Leitung des Kirchechores vermacht bekommen und das war die letzte Probe vor unserem ersten Auftritt ohne Dirigentin. Den habe ich dann verpasst, weil am Sonntag morgen Kontrolluntersuchung im KH war.

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