Kennt ihr das? Ihr steht vor dem vollen Kleiderschrank und habt ü-ber-haupt nichts anzuziehen? Ganz manchmal hab ich das. Aber das Internet kann helfen. In Wirklichkeit stimmt das nämlich gar nicht. Wenn der Kleiderschrank voll ist, dann ist da normalerweise auch was zum Anziehen drin. Es nämlich so, dass man ja alle Oberteile und alle Unterteile kombinieren kann. Das bedeutet ich habe (Hosen+Röcke) x Oberteile = verschiedene Outfits. Und wenn ich ins Büro gehe, trage ich auch immer eine Jacke, dann habe ich (Hosen+Röcke) x Oberteile x Jacken. Und ich besitze ja auch noch einen Stapel Kleider. Das ergibt dann (Hosen+Röcke) x Oberteile x Jacke + (Kleider x Jacken). In Zahlen: (3+8) x 26 x 6 + (5 x 6) = 1746.

Bämm. Ich kann also mehr als vier Jahre lang immer wieder eine neue Kombination aus meinem Kleiderschrank fischen. Und selbst wenn nur 7 Oberteile wirklich zu allem passen, ergibt das immer noch  11 x 7 x 6 + 30 = 492. Reicht auch für eine Woche oder zwei.

(Man kann daraus folgern, wenn sonntagsabens nur eine Hose, ein Rock und zwei Pullover sauber sind, komme ich gut durch die Woche, ohne zweimal das gleiche anziehen zu müssen. Wie entspannend!)

Was allerdings tatsächlich in meinem Kleiderschrank fehlt, sind Sporthosen. Ich besitze genau eine, und das ist bei dreimal Sport in der Woche (ihr erinnerte euch an die Zombies) ein bisschen wenig. Und was tut dann der durchschnittliche Nähnerd? Schnittmuster suchen, finden, Beschreibungen durchlesen, Schnittmuster kaufen, ausdrucken, abmalen. Zuschneiden, nähen und: zu groß. Na sowas. Also Schnittmuster eine Nummer kleiner abmalen und dann erst! das Kontrollkästchen nachmessen. Hihi. Auf 125% ausgedruckt. Das ist super, weil ich lange dachte, ich hätte zuwenig Oberteile (siehe oben). Aber von den letzten 7 Pullovern, die ich genäht habe, sind 4 zu Nachtgewändern geworden. Und jetzt habe ich endlich auch eine Nachthose!

Advertisements