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Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Mein Wecker klingelt heute zuerst, der Herr Gemahl hat Prüfung und schläft länger als sonst, nämlich bis mein Wecker klingelt. Wir stehen uns immer mal wieder im Weg bei unseren morgendlichen Verrichtungen weil wir sonst zeitversetzt aufstehen. Ich mache mich fertig und wecke Kind 2. Kind 3 ist krank und darf weiterschlafen. Dann mache ich Frühstück für die Kinder und mich, der Herr Gemahl kann sich schon selbst versorgen, und dann wecke ich Kind 1. Ich frühstücke und schmiere Pausenbrote, verabschiede Kind 2, putze mir die Zähne und verabschiede mich von den verbliebenen Familienmitgliedern und fahre zur Arbeit. Ich bin früh dran, aber ein Kollege ist noch früher dran. Allerdings ist er so verschnupft, dass er geht, als der andere Kollege kommt. Es ist also eher still im Büro mangels Menschen. Ich arbeite fleißig meinen Stapel ab und ab und zu ruft der Gemahl an, um zu erzählen, dass er fertig geprüft ist. Nach der Arbeit fahre ich an der Tankstelle die Scheiben saubermachen und kaufe mir ein paar Haargummis im DM und fahre nach Hause. Der Gemahl kocht und ich gehen mit dem Hund. Normalerweise bin ich montags alleine zum Essen und habe auch nur dafür geplant. Da ist es ein Glück, dass es Lachs mit Nudeln geben sollte, und nicht etwa Wirsing-Nudelsalat, oder Rosenkohlpfanne, denn der Gemahl isst ja mit, und das kranke Kind 3 isst mir, und bei Kind 1 fällt Unterricht aus, und es isst auch mit. Ich verbrenne mich am heißen Ofenrost und kann nun drauf hinweisen, dass eine Brandblase im Fingerknick Mist ist, dann braucht ihr das nicht auszuprobieren.

Nach einer Mittagspause verlässt der Gemahl das Haus in Richtung Orthopäde und ich putze ein bisschen  die Küchenschränke. Dann schmeiße ich eine Maschine Wäsche an und hänge eine auf. Ich wollte Kind 1 zur Tanzschule fahren, aber sie wird abgeholt und ich kann weiter Wäsche zusammenlegen und wegräumen. Dann putze ich das Bad.

Endlich bin ich mit meinen Erledigungen fertig, denke ich, und kann mich ums Nähen kümmern. Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, mir Jeanshosen zu nähen, und unglaublich Schiss davor. Das Schnittmuster liegt hier schon wochenlang und es kostet mich echt Überwindung, damit anzufangen. Weil nun aber meine einzige Hose langsam durchscheuert, muss ich jetzt wohl ran. Also habe ich mir Stretch-Jeansstoff bestellt. Der ist so strechtig, dass ich ihn im Laden für Sweat-Stoff gehalten hätte. Ich hoffe, dass das bedeutet, der Schnitt ruckelt sich schon zurecht. Naja. Zu Not ist es genug Stoff für zwei Hosen. Gestern habe ich die Teile zugeschnitten und heute die Reste, die ich übersehen hatte. Dafür, dass eine Hose grob aus Vorderbein und Hinterbein besteht, sind das unglaublich viele Teile.

Als mein Gemahl zurückkommt, fällt mir ein, dass ich auch noch Überweisungen machen muss, also tue ich das. Aber jetzt sind alle Pflichten erfüllt. Oder zumindest genug für einen Tag. Gerade, als ich fertig war mit meinen Überweisungen kamen komische Geräusche von draußen. Die Kraniche sind zurück!

Es folgt im weiteren Verlauf des Abends noch Abendessen, und Chor für mich. Der Gemahl geht noch zum Elternabend, der dritte innerhalb einer Woche und Gott sei Dank auch der letzte.

Das war der erste Tag im Jahr, der sich nach Frühling angefühlt hat.

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