You are currently browsing the monthly archive for April 2018.

ich bin ja wohl ein Wunder an Disziplin.

Begonnen hab ich einen Hollyburn-Rock aus schwarzem Jeansstoff, als Chorhosen-Ersatz.

2-13

Ich habe ihn nicht nur begonnen, ich habe ihn auch beendet. Er trägt sich wunderbar, und hat auch Taschen, aber durch den festen Stoff hat er sehr viel Stand, was in Verbindung mit Keine-Taille keine vorteilhafte Figur macht. Ich trage ihn trotzdem.

Außerdem fertiggestellt: eine Garnitur Unterwäsche aus Funktionsfaser. In lila.

Werbeanzeigen

Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich schlafe bis zehn vor acht, denn ich habe Urlaub. Dann ziehe ich mich an, trinke ein Glas Wasser und gehe mit dem Hund. Als ich wiederkomme, sitzt die ganze Familie schon am Frühstückstisch, zum Teil mit äußerst zerknautschten Gesichtern. Für Menschen im Alter von 15 und 13 ist halb neun ein Grund sich noch mal umzudrehen, und nicht, aufzustehen. Der Elfjährige ist ein Frühaufsteher und schon seit Stunden wach. Aber wir haben heute Ferienprogramm mit einem Ausflug nach Münster zum Shopping. Das E-Bike des Gemahls hat einen Inspektionstermin um zehn, da müssen wir zeitig los. Wir setzen uns ins Auto und fahren durch Aprilschauer zum Fahrradhändler. Wir lassen den Herrn Gemahl allein in den Fahrradladen und warten lieber im Auto. Dann fahren wir in ein Parkhaus am Bahnhof und gehen von dort in die Stadt. Als erstes gibt es ein zweites Frühstück beim Bäcker, damit wir lieb  und geduldig bleiben. Dann beginnen wir mir Karstadt Sport. Turnschuhe für A. Es folgt Kaufhof, weil es auf dem weg liegt. Wir teilen uns auf. Die Jungs kucken nach Pullovern für F, der Gemahl und ich begleiten das Töchterchen in die Fest-Abteilung für ein Tanzstunden-Abschlussball-Kleid. Wir sind sehr nett und geduldig, das Brötchen hat sich also gelohnt, und finden ein Kleid, das wir zurücklegen. Dann fahnden wir nach den Jungs, die auch erfolgreich waren und bezahlen. In einer anderen Abteilung gibt es kurze Hosen für den Mittleren, der es als Zumutung empfindet, wenn ich ihn zu einer langen Hose zwinge, obwohl wir über fünf Grad (aber unter zehn!) haben.

Im Internet hat der Herr Gemahl einen Elektro-Roller gefunden, für den er einen Termin für eine Probefahrt gemacht hat, und so trotten wir Google-Maps folgend Richtung Kreuzkirche. Wir kommen an Villeroy und Boch vorbei und bestellen einen neuen Zuckerdosendeckel, und die Verkäuferin erzählt, dass sie in einem Nachbardörfchen immer ihr Osterwochenende verbracht hat. Klein ist die Welt.

Wir kommen an einem Stoffladen vorbei, und A. und ich setzen uns kurz ab zum Stöbern. Es lacht mich aber nichts an, vielleicht, weil auf meinem Nähplan 21 Artikel sind, da fehlt mir der Fokus. Wir treffen die Jungs kurze Zeit später, die die Zeit genutzt haben, sich zu verlaufen. Und schon an diesem Punkt fällt uns ein, dass der Gemahl zu seinem Termin ja auch gut alleine gehen könnte, wir habe ja noch Schuhe zu kaufen. Also trennen wir uns.

Die Kinder und ich gehen also zu Deichmann, nicht mehr ganz so flott. Der Jüngere probiert genau ein Paar Schuhe an, passt und gefällt, der Mittlere immerhin vier Paar bis er sich entscheidet, aber auch kurz und schmerzlos. Auf dem Weg zum Treffpunkt beim Bahnhofs-McDonalds halten wir noch bei Rossmann, um was zu trinken zu kaufen.

Der McDonalds im Bahnhof ist für uns Landeier der Inbegriff von Futurismus. Man kann an einem Display bestellen und sich das Essen an den Tisch bringen lassen. Minimale menschliche Interaktion. Dafür fehlt in der Regel was, und es gibt keine Toilette. Irgendwas ist halt immer.

Von der Sache her, bin ich zumindest ein bisschen ermattet, aber: das Kleid. Wieder trennen wir uns. Die Jungs holen das Fahrrad von der Inspektion und A. und ich machen uns auf dem Weg zum einem Kleid. Also wieder in die Stadt, erst zu P & C, dann zu S.Oliver, dann C&A. Da habe ich mir wenigstens Strumpfhosen gekauft. Dann Karstadt, und dann doch Kaufhof, das zurückgelegte Kleid abholen. In der Zwischenzeit  sind die Jungs auch fertig und können uns vor Karstad einsammeln. Ab nach Hause, Abendessen  und aufs Sofa. Kann sein, dass ich müde bin. Kann auch sein, dass ich sehr unbeholfen aussehe, als ich mich von Sofa hochgewuchtet habe, um ins Bett zu gehen.

Dass es Menschen gibt, die Shoppen als Vergnügen empfinden ist mir ein Rätsel.

WKSA 2017

WKSA 2017

Seiten

April 2018
M D M D F S S
« Mrz   Jun »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  
Werbeanzeigen