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Seit Samstag ist der Schnee weg. (Hundert Tage waren das aber nicht, Herr Andreas-Schnee)

Montag mittag Winterlinge entdeckt und Krokusse.

Montag abend Beschwerden, dass wir immer nie grillen!

Ich habe zu Weihnachten ein Glückstagebuch bekommen. Man schreibt für jeden Tag drei Dinge rein, die einen glücklich gemacht haben. Das Doofe wird ignoriert. Damit -blablubb und so weiter entzieht man dem Negativen Energie. Gedankliche Energie.

Ich frage mich jetzt, ist die Tagebuch-Energie stärker als die Blog-Energie, weil, ganz ehrlich, mein Tag war scheiße.

Ich bin ja nun die Tochter meines Vaters, und als solche n Schisshäschen vorsichtig, und darum meine drei glücklichen Momente für heute:

  • als die schlimme Gereiztheit der Müdigkeit gewichen ist
  • das Gefühl meiner neuen Schuhe an den Füßen
  • dass ich  außer der Reihe mit David telefoniert habe

Und den ganzen Mist mit Kinder brüllen, Mutter brüllt, Glatteis auf dem Hof und anstrengende Autofahrt hinter Schneeschiebern vergess ich ganz schnell.

Ich WILL nicht übers Wetter meckern.

Aber ich kann nicht anders.

Nebel.

Ok.

Regen gleichzeitig.

Ist schon ein bißchen übertrieben, oder?

Bei Minus drei Grad.

Na dann Juchu!

Es ist ja nicht so, dass irgendwer am Tag vor Heiligabend noch was zu besorgen hätte. Oder mit dem Hund gehen müsste (Herrschaftszeiten sind die Gewege glatt).

Und für morgen Unwetterwarnung wegen starkem Schneefall. Weiße Weihnacht, hurra.

Also kurz räuspern und das Krippenspiel in der weit entfernten Stadt einfach durch Blasmusik im Dorf ersetzen und stille sein.

ich halte Schnee im Winter für durchaus denkbar. Durchaus auch mal viel Schnee. Doch obwohl der letzte Winter es gut mit uns meinte, bringt auch dieser noch neue Winter noch Überraschungen mit sich. Zum Beispiel war gestern am Sontag hier im Ort ein Postbote unterwegs und verteilte Päckchen. Nett für uns, für ihn wohl eher nicht so.

Auch habe ich einige Dinge am Winter mit viel Schnee erfolgreich verdrängt. Dass die Straßen hier im Dorf immer schmaler werde, zu Beispiel, oder dass der Schulbus nicht kommt. Dreimal schon! Oder dass die Räummentalität äh miserabel ist. Mein Weg zum Kindergarten fürt mich auf dem Bürgersteig an drei Häusern vorbei. Das erste steht leer, beim zweiten hingegen wird tadellos geräumt, beim dritten jedoch auch wieder gar nicht. Klar kann ich am Anfang des Winters mal hops von der Straße auf den Bürgersteig hüpfen, aber mittlerweile ist das hops mal eben einen Meter hoch, und einen Meter breit, hops, da fällt mindestens das Kind vom Schlitten. Schade für die, die im mittleren Haus wohnen, die räumen völlig für umsonst, weil nämlich alle auf der Straße gehen.

Und wenn ich mit dem Hund gehe, da ist der Bürgersteig gar nicht mehr geräumt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend ist, durch Neuschnee zu stapfen, aber nach einer Stunde ist man schon ein wenig platt. Und dann tun einem die Beine weh, und man hat Muskelkater und muss nach zwei Stunden wieder gehen, und am nächsten Tag wieder und wieder und wieder. Da kann ich mich doch eigentlich freuen, dass ich zwischen zwei Hundgängen ordentlich Schnee schippen kann damit ich auch andere Muskelgruppen ertüchtige.

Liebes Tagebuch.

War gerade zu Fuß in Sibirien. Habe großen Hunger auf Entekeule mit Rotkohl. Oder M 8 vom Chinesen.  Es ist neun Uhr zehn.

WKSA 2017

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