Nehmen wir mal an, ich würde hier so sitzen in großer Entspanntheit zwischen den Jahren und lass das letzte Jahr nähtechnisch Revue passieren, bin aber zu faul, um meine Gedächtnisleistung zu verifizieren. Was habe ich im letzten Jahr angefangen, was beendet, und was davon hat sich bewährt?

Ich begann das letzte Jahr mit einem Hollywoodnachthemd, bodenlang, mit viel Handarbeit, weil es nämlich überall Rollsäume hat, aus einem ausgemusterten Bettbezug. Das ist fertig geworden, und wurde auch getragen, hat aber im Alltag nicht funktioniert. Denn erstens ist es „nicht kuschelig genug“, sagt der Gemahl, und zweitens hat es nur so Flügelärmelchen, die gerade mal die Schulter bedecken, aber nicht die Arme. Jetzt ist es aber so, dass ich auf folgende Weise schlafe: Unter der Bettdecke. Nur die Arme kucken hervor. Es ist also der ganze Körper schön warm, nur meine Schultern und Arme nicht. Das schein aber eher ungewöhnlich zu sein, wenn ich mir anschaue, wie viele Nachtgewänder es gibt in mit Spagettiträgern, womöglich noch mit langer Pyjamahose! Da ist doch die Decke drüber. Egal, ich brauch also auch im Sommer eigentlich immer wenigsten T-Shirt-lange Ärmel und die hat das Nachthemd nicht, und Stoff ist auch keiner mehr da.

Ich habe noch mit einem Nachfolgemodell begonnen, bin aber noch nicht zu einer Lösung für die Ärmel gekommen, die es mir ermöglicht, den Arm in alle Richtungen auszustrecken. Das ruht also im Moment.

Dann habe ich mir eine Jeggings genäht als  Jogginghosenersatz aus einer Ottobre. Das hat lange gedauert, daran kann ich mich erinnern, aber das war es wirklich wert. Mit Taschen! (Es waren fake-Taschen vorgesehen!!! Aber nicht mit mir. Nee.)

Dann glaube ich, habe ich ein Jersey-Shirt begonnen, in lüla, aber da war der Ausschnitt konstruktionsbedingt so tief, dass es noch einen Einsatz erfordert, und darauf wartet es noch in der Schublade.

Im Mai habe ich mir Chor-/Beerdigungskleidung genäht, und darüber hab ich sogar schon geschimpft. Shirt zu weit, Hose zu schnell durchscheuert.

Ebenfalls so im Mai habe ich auch zwei Kleider begonnen, ein Retro-Kleid, das mein Grundschnitt werden sollte, es aber noch nicht geworden ist, das liegt noch unvollendet in einer Kiste, und ein Sommerflattertraum, aus verschiedenen Schnitten zusammengezimmert, sehr zart, und äußert unfertig in der Schublade.

Im Juli habe ich für meine Schwester eine Vogue-Schürze genäht, die ist dann zur Abwechslung mal fertig geworden.

Dann kam mein persönlicher Höhepunkt des Näh-Jahres. Eine Garnitur Funktionsunterwäsche, bei der nichts kneift, rutscht oder rausschaut. Und die dabei meinen Bauch so wohlig umhüllt, wie seit 35 Jahren nichts mehr. Es handelt sich um eine Kombination von Ottobre-Top und Bikini-Höschen.

Ich hatte mir vorher noch eine Garnitur genäht aus rotem Baumwolljersey, die zwar sehr hübsch ist, aber nicht so gut sitzt.

Ebenfalls aus roten Jersey, ich vermute aber Viskose folgte ein Langarm-Shirt mit Wasserfallausschnitt, das missratene Chorwerk nochmal in passend. Es fehlen noch die Säume aber ich habe es schon getragen und bin zufrieden.

Zum Beispiel passt es zu meinem Festival-Rock. Er ist bodenlang und rot-kariert, das Schnittmuster heißt Gabriola, und ich trage ihn, wenn alle anderen schwarz angezogen sind von Kopf bis Fuß, inklusive schwarzem Lippenstift.

Mehr fällt mir nicht ein, aber ich schaue noch mal nach.

/edit: Ich habe völlig mein einziges fertiggestelltes Kleid vergessen, Dahlia von Colette in braun kariert. Im Urlaub hatte ich mein hellgrünes Dahlia als Nachthemd dabei, und so eins wollte ich nochmal haben. Habe ich jetzt auch.

Meine Pläne für das nächste Jahr: drei Jeans. Ich werde mir Ginger-Jeans nähen, und zwar mindesten drei, denn die Erfahrung lehrt, dass dann die Anpassungen endlich klappen und der Schnitt sitzt. Zwei blaue, und eine rote.

Dann möchte ich ein vernünftiges Kleid nähen und ein unvernünftiges. Und ansonsten möchte ich meinen Kleiderschrank prüfend anschauen, und die Dinge die nur Geht-So sind, noch mal neu und super machen. Im Sinn habe ich den gelben Rock, das beige Leinenkleid, das lila Leinenkleid, die Schwarze Hose, meine Schürze und zwei Nachthemden. Das Konzept für dieses Jahr war Basics, also Alltagsdinge, und das hat sich bewährt. Ja, an Weihnachten hat es mir gefehlt, ein neues Kleid zu besitzen, aber ich habe ja schon deutlich mehr Feiertagskleider als Hosen.

 

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Am zwölften eines jeden Monats macht jeder im Internet neun bis zwölf Bilder und zeigt sie. Gesammelt werden sie freundlicherweise hier.

Frau Frische Brise hat auf Twitter bescheid gesagt, sonst hätte ich nicht dran gedacht. So gibt es ein exklusives spektakuläres Frühstücksbild.

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Ich fertige die Kinder ab, und fahre zur Arbeit. Jeden Morgen stehe ich zwei bis drei Ampelphasen an der großen Kreuzung. Meistens zu den Nachrichten.

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Mein Frühstückskaffee. Das Spannendste heute im Büro.

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Auf dem Rückweg noch schnell einkaufen.

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Ich hatte am Sonntag Muße, über mein Weihnachtskleid nachzudenken, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich ich raus bin. Ich schaff es eh nicht. Lieber nähe ich mir zwei Schlafanzüge.

Obwohl… so ganz kann ich es nicht lassen, und habe mir einen Stoff rausgesucht, und versuche, eine ganz bestimmte Vorstellung von einem Kleid mit meinen vorhandenen Schnittmustern in Einklang zu bringen.Das klappt nur so mittel.

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Und Mittagessen.

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Normalerweise sind die Jungs dienstags Mittags zum Essen zu Hause, das Mädchen hat lange Schule und geht von da aus zum Klavierunterricht und kommt dann mit dem Bus nach Hause. Außer heute, da ist Unterricht ausgefallen, und sie kam schon zeitgleich mit mir. Da hat sie mich zwar einerseits mit Fernsehen abgelenkt, aber andererseits gekocht. Allerdings musste ich sie dann zum Klavierunterricht fahren und freundlicherweise wieder nach Hause mitnehmen.  Dortselbst habe ich fix die tägliche Maschine Wäsche aufgehängt, denn einer der Jungs musste zum Saxophon und der andere zum Kieferorthopäden. Also wieder ins Auto.

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Und vor dem Unterricht warten.

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Ich wollte ja gerne ein Wazifubo Bild machen (Wartezimmerfußboden), aber beim Kieferorthopäden wurden wir direkt reingewunken.

Meinen geplanten heutigen Sportkurs habe ich mir geklemmt, und verbringe den Feierabend in der Wanne.

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Am fünften eines jeden Monats fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich habe schon schlecht geschlafen, denn erstens ist der Herr Gemahl die erste Nacht auf Dienstreise gewesen, da schlafe ich immer schlecht. Zweitens ist es auch die erste Nacht von unserem englischen Austauschmädchen, dass diese Woche bei uns wohnt, und das ist ebenfalls ungewohnt. Und drittens habe ich mir gestern Abend nur kurz zwei neue Handyspiele runtergeladen, Zombie Cast away und I love hue. Das war um neun,  und ganz aus Versehen habe ich dann meine Schlafenszeit verpasst. Das Zombiespiel habe ich heute morgen gleich wieder gelöscht, dass lässt mich nicht aufhören, immer muss ich erst noch einen Busch umhauen, und dann noch ein Feld beackern und nie bin ich fertig!

Da passte es gut, dass um fünf die Feuerwehr durchs Dorf fuhr, mit Blaulicht und Martinshorn. 12 Wagen für ein Feuer im „Gewerbegebiet“ also in der einzigen Firma hier. Eine Mülltonne hatte gebrannt.

Der übliche Gang mit dem Hund, das übliche Frühstück, nur mit einem Kind mehr. Der übliche Weg zur Arbeit und sogar das übliche Gefühl der Verwunderung wenn nach dem Geld holen fürs Tanken die Tankleuchte noch leuchtet. Nach der Arbeit, als die Tankleuchte nicht mehr nur leuchtete sondern schon blinkte, bin ich auch endlich tanken gefahren und habe schon nach zehn Litern gemerkt, dass ich das vergoldete Hausmarken-Diesel erwischt habe. Tanke ich den Rest wohl wann anders.

Zum Mittagessen fehlte ein Kind, nämlich das Gastkind, aufgrund von kurzfristigen Planänderungen im Freizeitbereich. Kegeln statt Kekse backen, auch gut.

Phantastischerweise hat Kind 1 gekocht, ich musste nur sagen, was es geben sollte. Ein Traum. Nach dem Essen habe ich ein bisschen Pause gemacht, ein bisschen versucht dem Gemahl zu erklären, warum welches Kind zu welcher Zeit wo ist, aber das war …kompliziert. Ein bisschen Wäsche waschen, ein bisschen Handy spielen, und dann holterdipolter mit Kind Eins und Zwei Richtung Innenstadt, im Dorf unterwegs noch eine Freundin von Kind Eins einsammeln, zwei Kinder zum Kegeln schicken, ein Kind zum Saxophon bringen. Mit diesem Kind zurückfahren. Kind eins und das Gastkind werden zurückgebracht. Vokabeln lernen mit Kind Drei, duschen, Abendessen nur mit meinen Kindern, das Gastkind ist müde und war bei Mäckes, und jetzt noch einen unserer traditionellen Vorweihnachtsfilme, Tatsächlich Liebe.

Wenn ich schlau bin, gehe ich heute früher ins Bett, ich darf die Hoffnung nur nicht aufgeben.

Adventskranz_2017

Leider nur ein Handy-Bild, aber besser als nichts.

Zum Vergleich letzes Jahr:

Adventskranz2016

(Hier sind 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009 und 2008)

Mein Weihnachtskleid ist mir im Traum erschienen. Einen rotbraunes Etui-Kleid mit so nem Dings-Ausschnitt- wie heißt das, wenn noch so ein kleiner Schlitz vorne am Hals ist?

Das Schnittmuster meiner Wahl wäre Dahlia von Colette, der Stoff meiner Wahl wäre wohl Wolle oder Leinen, und ein Traum wäre, wenn ich mir auch noch eine Jacke aus dem gleichen Stoff nähen könnte.

Aber. Oh Wunder, ich habe gar. keine. Zeit.

Ich würde mir allerdings auch gerne einen zweiten Super-Rock nähen. Dafür reicht es schon, wenn er passt und Taschen hat und zwar aus naturfarbenem Leinen. (Und eine Jacke dazu).

Oder, falls es doch mal praktisch sein sollte…Dazu muss ich weiter ausholen.Ich singe im Chor, und ob es mir gefällt oder nicht (es gefällt mir nicht), die Auftrittskleidung für feine Anlässe ist schwarz-weiß. Und aus diesem Grunde habe ich mir im Frühjahr eine Chor-Hose genäht, nach einem erprobten Burda-Schnitt. Ich habe aber vergessen, dass die aus Stretch-Stoff gehört, ich hatte nur Un-Stretch-Leinen, das ging. Hat aber nur so mittel gesessen. Und, und das ist wirklicher Mist, nach drei Wochen waren die Beine durchgescheuert. Drei Wochen, ey! Geflickt, gerissen, geflickt und wieder gerissen. Ich kann sie nur noch anziehen, wenn wir bei schummriger Beleuchtung singen. Dazu passend gab es ein Wasserfallshirt aus schwarzem Jersey. Das habe ich eine Nummer zu groß ausgeschnitten, und vorne noch weiter gemacht, und das war im ganzen dann doch zuviel. Man kann es tragen, aber schön ist es nicht. Um also wieder zu Chor zu kommen: ein schwarzer Cord-Rock und eine nicht ganz weiße Bluse würden mich standesgemäß einkleiden. Als Schnitt Hollyburn und die dreißiger Jahre Bluse aus The Great British Sewing Bee.

Und zu guter Letzt: das, was ich wirklich brauche, ist eine Jeans. Ich hasse Hosen kaufen! Aber nur eine einzige Jeans ist tatsächlich knapp bemessen. Es gibt den Schnitt Ginger, mit dem liebäugele ich. Ich könnte ja auch eine Weihnachts-Hose nähen.

(Sollte das alles nicht klappen, nenne ich meinen Festival-Rock um in Weihnachtsrock. Da fehlt nur noch ein Knopfloch, und weihnachtlich rot-kariert ist er auch)

Vielen Dank an die Organisation des WKSA!

Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich bin um viertel vor sechs aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Der Mann kam kurz rein zwischen Hunderunde  und dem Weg zur Arbeit, und ich hab ihn verabschiedet. Dann hatte ich mir kurz die Zeit genommen um ein Duolingo zu spielen, bis ich die ersten Kinder wecken muss. Ich habe  „Crys chwys“ gelernt. Sweatshirt auf walisisch. Das hat mich begeistert, und darum habe ich eine oder zwei Lektionen mehr gemacht, als ich Zeit hatte. Die Kinder habe ich zwischendurch geweckt und befrühstückt, aber als ich das Haus verlassen habe, war es zehn Minuten zu spät. Diese zehn Minuten habe ich den ganzen Tag nicht wieder reingeholt. Ich musste vor der Arbeit noch zu Geldautomaten, um Tankgeld zu holen, und wie jeden Monat war ich wieder enttäuscht, dass die Tankanzeige nicht automatisch wieder auf voll steht, wenn ich aus der Bank rauskomme. Jedesmal muss ich noch zu Tankstelle fahren um zu tanken! Ja. Also noch tanken, und dann war ich auch erst zehn nach acht im Büro. Ich habe Gleitzeit, es ist also egal, aber irgendwie war ich natürlich mit allem zehn Minuten später dran als sonst. Nach der Arbeit wollte ich eine DPD-Retoure wegschicken, und habe mir die nächsten Abhol-Stationen kurz auf der Karten angeschaut. Die Hausnummer finde ich dann ja am Schild draußen, dachte ich. Aber als ich dann die Straße entlanggefahren bin, da hat es derartig geschüttet, dass da kein einziges Schild zu erkennen war. Diese Straße ist eine Einbahnstraße, die man von Westen bis zur Mitten fährt, oder von Osten bis zur Mitte. Dan hat sich ein Stadtplaner mal Mühe gegeben. Ich musste also mein Päckchen im Auto lassen und nach Hause fahren. Dort stand ich vor der Frage: In welcher Reihenfolge sollte ich vorgehen: Gassi-Kochen-Pause? Ich entschied mich für kochen, Pause, Gassi. Das Telefon klingelte häufiger mit Weihnachtsfragen und Stromverkäufern, als mir lieb war, weil ich ganz schön müde war, und ich war möglicherweise kurz angebunden an der Grenze zur Unhöflichkeit, aber ich wollte eigentlich nur meine Ruhe. Nach dem Essen habe ich mich kurz aufs Bett geworfen, war aber zu trotzig, meine Schuhe auszuziehen und konnte natürlich mit vom Bett hängenden Beinen nicht schlafen. Nach einer halben Stunde One more Brick bin ich wieder aufgestanden um mit dem Hund zu gehen, daussen war strahlender Sonnenschein. Auf dem Hof hat mich der Postbote abgefangen, und es fing sacht an zu tröpfeln. Als ich zwei Minuten gegangen war, fing es gar heftig an zu schütten. Ich war bis zur Hälfte des Weges gekommen, als ich bis auf die Unterhose nass war. Als ich wieder zu Hause angekommen war und mich und den Hund getrocknet hatte (Notiz an mich: das nächste Mal keinen Hund mit Schwammfell kaufen), kam die Sonne wieder raus! Ein bisschen aufräumen, Spülmaschine ein oder ausräumen und dann habe ich an meinem Festival-Rock gearbeitet, ein rot karierter Gabriola-Skirt. Zwei der Kinder und der Gemahl kam nach Hause, und wir sprachen kurz über Organisatorisches. Dann hatte ich die Idee, mir noch kurz (haha) einen Salat für das Abendessen zu machen. Hirse-Blumenkohl-Granatapfel. Hat auch fast geklappt, aber ich wollte zum Sport, und da fehlten mir wieder die zehn Minuten vom Vormittag. Ich bin also ohne Abendessen zum Sport, zuerst zum Faszienstretch. Dort habe ich den Gemahl wiedergetroffen, der schon vorgefahren war. Er ist danach zurück nach Hause, ich bin noch zum Langhantel gegangen. Nach dem Sport, es war mittlerweile halb neun, bin ich kurz nach Hause, und die Zeit (es fehlten zehn Minuten) hat gerade gereicht, um mir die Fingernägel zu schneiden und hastig etwas von dem mittlerweile fertigen Salat einzupacken, um Kind eins vom Schwimmen abzuholen. Ich musste aber vor dem Schwimmbad nicht so lange warten, dass ich den Salat hätte aufessen können. Um halb zehn waren wir dann endlich zu Hause, Zeit um den Salat aufzuessen, jedoch keine Zeit, um noch seitenweise Zeug ins Netz zu schreiben. (Musik des Tages)

Es ist der 5. September, Zeit aufzuschreiben, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Angestiftet hat mich Frau Brüllen.

Um zehn von sechs klingelt der Wecker. Viel zu früh, denn gestern Abend ist es für mein murmeltierhaftes Schlafbedürfnis zu spät beim Chor geworden. Wir sprachen über Weihnachtslieder, das ist ein weites Feld. Ich husche fix durchs Bad und mach mir die Haare aus dem Gesicht, und gehe ein Ründchen mit dem Hündchen. Dann wecke ich zwei Kinder, mache Frühstück für uns und wecke das dritte Kind. Frühstücken und Schulbrote schmieren (einmal Toast mit Kassler, einmal großer Joghurt und das dritte Kind hat sich gestern Cookies gebacken, die es mitnehmen kann.) Ein Hoch darauf, dass wir kein Grundschulkind mehr haben, wo Zucker des Teufels ist. Erst verlassen die Jungs das Haus, dann ich, dann das Mädchen. Auf dem Weg zu Arbeit ist Stau, eine Überraschungsbaustelle ist im Hönnetal aufgebaut worden. Im nachhinein habe ich mich sogar darüber gefreut, denn gerade außer Sichtweite der kilomertweiten Ampelschlange hat ein Autofahrer im Gegenverkehr so knapp überholt, dass ich bremsen musste. Wie schön für ihn, dass er jetzt vor dem Laster an der Ampel stand.

Auf der Arbeit war es -naja. Man stelle sich folgendes vor: In einem Haus verteilt stehen hundertfünfzig Kisten, in ungefähr zehn verschieden Farben. Ich gehe jetzt sozusagen durch das Haus, und fülle Murmeln in die Kisten, je nach Farbe verschieden viele. Wenn man die Kisten gefüllt hätte, bevor man sie im Haus verteilt, wäre es ein bißchen schneller gegangen. (Es handelt sich natürlich um Computerdaten,  es wäre zu dem Zeitpunkt Copy&Paste gewesen). Aber jetzt haben die Kisten schon Zimmereigenschaften angenommen, und nix ist mit Copy&Paste.  Zwanzig Minuten hat es Spaß gemacht, aber das war gestern.  Dazu kommt erschwerend, dass bis auf eine Ausnahme alle Kollegen unterwegs sind, da kommt man nicht mal zu ’nem Schwätzchen.

Nach der Arbeit muss ich noch einkaufen, dann setze ich Kartoffeln auf und gehe wieder ein Ründchen mit dem Hündchen. Zwei Kinder kommen zum Essen, das dritte sammel ich später ein. Anstatt die Küche aufzuräumen mach ich ein schnelles Mittagsschläfchen, denn kurz darauf muss ich wieder los. Ein Kind zum Saxophon bringen, dabei das Klavierkind einsammeln, Hundefutter kaufen. Dann schnell die Küche aufräumen, Sportsachen packen, und zum Sport. Auf dem Weg dahin war es nötig eine Vollbremsung hinzulegen, weil jemand von links auf die Hauptstraße eingebogen ist, der sehr schön auf den Fahrradfahrer geachtet hat, aber leider nicht auf mich. zwanzig Zentimeter waren aber Platz genug, und Gott-sei-Dank war keiner hinter mir.

Nach dem Sport treffe ich das Kind 1 beim Muffinsbacken. Und tatsächlich sieht die Küche auch nach 48 Muffins aus. Jetzt noch Küche aufräumen und dann geh ich Murmeltier ins Bett.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, fragt Frau Frau Brüllen.

Am meisten habe ich wohl heute mal nichts getan. Um halb acht bin ich aufgewacht, um acht aufgestanden und ein Ründchen mit dem Hündchen gegangen. Es hat geschüttet wie aus Eimern, aber der Hund wollte nicht unter den Schirm. Angeboten habe ich es ihm. Als ich zurück war, war das Frühstück fertig und es duftete nach Kaffee. Wir haben ihn im Urlaub in einer kleinen Kaffeerösterei gekauft, sehr lecker. Nach dem Frühstück habe ich ein bisschen Wäsche gemacht und ein Schwätzchen mit meinem Mann gehalten. Der war ein paar Tage auf Inbetriebnahme in Österreich. Erstaunlich schnell war schon Zeit, mit dem Kochen anzufangen. Während die Kartoffeln kochten, habe ich an meinem Kleid (Dahlia von Colette) weitergearbeitet. Nach dem Essen (Bratwurst und Spitzkohl-Kartoffelsalat) habe ich die Küche aufgeräumt, und mein Gemahl hat das Töchterlein zur DLRG-Wache gebracht und ist zum Sport verschwunden. Ich habe an dem Ausschnitt von meinem Kleid gewerkelt, und bin dann auch ins Fitness-Studio gefahren, weil wir uns zur Sauna verabredet haben. Zwischen unseren Saunagängen hat sogar kurz die Sonne geschienen. Danach waren wir noch kurz einkaufen, weil die Umstände ergeben haben, dass wir morgen Abend grillen wollen. Ein kurzes Abendessen mit heißem Pfefferminztee, und schon vor acht läuft der heutige Spielfilm, Star Trek Beyond. Ein beschaulicher vorletzter Urlaubstag, am Montag geht es wieder los mit arbeiten.

Time is fleeting…

Heute ist Montag, der 12., also Zeit für viele Bilder. Von mir zur vollen Stunde.

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Sieben. Es sieht sehr verlockend nach Urlaub aus. Ist aber nur die Fahrt zur Dichtigkeitsprüfung.

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Etwas vor acht. Mein Rechner während des Hochfahrens. Sieht man gar nicht.

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Ich habe die volle Stunde verpasst. Halb zehn, Frühstück.

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Elf. Oder zwölf. Wahnsinnig spannende Büropflanzen.

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Ich bin wieder auf vollen Stunden! Feierabend. Es war spannender auf der Arbeit, als die Bilder vermuten lassen.

Zwei Uhr: Bild vergessen. Ich bin Gassi mit dem Hund.

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Fast drei Uhr. Endlich Mittagessen.

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Vier Uhr. Kaffeepause nach kurzer Besorgungstour.

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Fünf Uhr. Ein bisschen nähen.

Sechs. Bild vergessen. Ich bin unterwegs, erst ein Fahrrad für eine Radfahrprüfung zur Schule bringen, dann das dazugehörige Kind zum Judo.

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Sieben. Ich habe eigentlich überhaupt kein Zeit, weil ich gleich das Judo-Kind wieder abholen muss, versuche aber mal ein bisschen Fernsehn zu kucken.

Acht. Nicht im Bild: Mein Chor fällt aus, so habe ich Zeit, die Bilder zu posten.

Mehr zwölf von zwölf gibt es hier.

Ich habe Urlaub und denke rechtzeitig an Bilder, wie schön.

Hier werden am 12. eines Monats 12 Bilder gesammelt.

Das erste Mal bin ich um drei Uhr nachts aufgewacht, davon gibt es kein Bild. Ob es der Mond war, oder Pipi, Hunger, Durst, auf jeden Fall konnte ich lange nicht wieder einschlafen. Ich bin normalerweise nachts sehr streng mit mir. Sofort pinkeln gehen, so wenig Licht wie möglich, vielleicht noch etwas Wasser trinken, und auf keinen Fall auf die Uhr schauen. Aber heute war ich nicht so konsequent. Ich habe sogar mein Handy hervorgekramt, was natürlich allerstrengstens verboten ist, und Sudoku gespielt, und Twitter gelesen und mir dann eine Einschlafmeditation herausgesucht. Das war auch ganz gut, weil ich gerade dazu neige, pausenlos böse Dinge zu denken.

Ich bin dann gegen halb acht aufgestanden und habe eine Pipi-Runde mit dem Hund gedreht. Ich habe mich über mein kleines Vorgärtchen gefreut, besonders über die Kissenprimeln, die mich an meine Oma Lisi erinnern.

1von12 Blumen

Dann habe ich mir und zweien meiner Kinder Haferflocken gemacht. Das Gute war, ich konnte beim Frühstücken fernsehen.

2von12 Mabel

Das schlechte war, ich musste im Wohnzimmer frühstücken, denn die Küche sieht zur Zeit so aus:

3von12 Küche

Eine Stunde vorbereiten fürs Decke Streichen, eine Stunde Decke streichen,

4von12 Farbeimer

eine Stunde hinterher, um erst mich, dann die Geräte, dann das Bad und dann wieder mich zu reinigen.

5von12

Danach hatte ich Lust auf Handwerkeressen und habe Mettbrötchen besorgt.

7von12

Dabei wirkt der Ausschnitt auf dem Tisch so schön beschaulich. Daneben sieht es aber so aus:

6von12 Wohnzimmer

Ich habe mir einen Mittagsschlaf verordnet (nicht im Bild). Mein Akku war alle, ebenso wie der der Kamera. Ab hier also Handy-Bilder: Kaffee.

8von12 Kaffee

Mit Dr Who.

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Nicht im Bild der Wocheneinkauf zusammen mit Kind 2, und die Verwirrung, als wir alles auf dem Küchentisch zwischenlagern wollen, aber nicht können, weil in der Küche kein Tisch steht.

Und es sieht so aus, als hätte ich neue Schuhe. Sie drücken ein bisschen, aber ich möchte sie nicht mehr ausziehen, also bleiben sie.

10von12 Schuhe

Beim Abendessen haben die Kinder gelacht, weil ich immer so müde bin. Aber das liegt daran, dass ich mitten in der Nacht – also vor zwölf Uhr mittags- so Sachen mache wie Decken streichen.

WKSA 2017

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